Die rumänische Tochter von Renault wird zumeist nur belächelt. Der neue Dacia Sandero Stepway überrascht mich positiv.
Dacia, kann nichts gutes sein.
Wie haben die anderen Herstellern gelacht, als Dacia seine Modelle zur Schau stellte, nicht selten wurde gesagt, die finden dafür doch keine Käufer. Weder optisch, noch technisch ( eher ältere Motoren ) und zum Schluss die eher „dürftige“ Sicherheitsausstattung konnten wirklich überzeugen. Weit gefehlt, mittlerweile setzt Dacia vor allem in Europa über eine Viertel Million Autos ab. IM Vergleich zu anderen Herstellern, nehmen wir als Beispiel Volkswagen, hat Dacia den Trend zu „Preiswert“ nicht verpasst, der Dacia Sandero kommt bereits in der 2. Auflage auf den Markt. Der neue Sandero hat ein komplett neues Facelift erhalten und sich der Zeit angepasst. Man merkt sofort, Dacia hat in Bezug auf Optik seine Hausaufgaben gemacht und kann mit der Konkurrenz mithalten.
Im Innenraum bietet sich ein wirklich ausgeklügeltes System, das Cockpit ist übersichtlich und funktional zugleich. Wichtige Bedienelemente sind am Lenkrad angebracht, welches aus Leder besteht. Auch in Sachen „Chic“ und „Optik“ hat sich etwas getan, so findet man im Cockpit mehrfach verchromte Einheiten wie z.B. um die Instrumente und die Luftzufuhr herum. Es sieht im Ganzen nicht „Billig“ aus, sondern macht einen sehr guten Eindruck. Die Sitze lassen sich ebenso wie das Lenkrad höhenverstellen. Als negativen Punkt sehen wir jedoch die Sitze, welche insbesondere bei längeren Fahrten ( Autobahn ) einfach zu weich wirken und eine gewisse Polsterung fehlt, ebenso müssen „größere“ Personen auf die Sitzposition achten und dies bei einer Probefahrt selbst ausprobieren. Auch ein Navi sollte beim Auto fahren nicht fehlen, mit 180 Euro Aufpreis ist ein modernes Navigationssystem enthalten und rundet das Multimedia System ab. Der Sandero Stepway gehört mit 4,06 Metern zur Kompaktklasse und sowohl Innenraum als auch Kofferraum bieten ausreichend Platz. Der Kofferraum bietet Platz für 320 Liter Gepäck und zeigt damit dem ein oder anderen Konkurrenten die kalte Schulter.
Die Rumänen bedienen sich bei Teilen und Motor aus dem Renault Sortiment. Im Angebot stehen ein Vierzylinder-Benziner mit 75 PS ( Normalverbrauch 5,8 l/100 km ) und eine Dreizylinder 90 PS Diesel Variante ( Mixverbrauch 5,2 l/100 km ). Für die Probefahrt stand ein Vierzylinder zur Verfügung. Sowohl Motor als auch Fahrwerk machten eine gute Figur, nichts klapperte oder haderte alles lief problemlos, auch bei größerem Tempo auf der Autobahn. Beschleunigung und Dauertempo von 170 Kilometern pro Stunde stellten kein Problem dar, man merkt den Komfort, auch wenn gleich die Kurvenlage nicht optimal ist. In Punkto Sicherheit ist der Sandero Stepway mittlerweile wesentlich besser aufgestellt, er bietet serienmäßig: ESP, ABS, Fahrer- und Beifahrerairbags. Auch andere Punkte wie Isofix Sitze, ein Gurtwarner und Dreipunkt-Sicherheitsgurte sind enthalten.
Wenn wir nach dem Grundpreis gehen ist der Sandero der klare Sieger, mit nur 6990 Euro ist er das preiswerteste Auto in Deutschland. Insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz kann der Sandero im Verhältnis Preis/Leistung den anderen ein Schnippchen schlagen. Im Vergleich zum „Billigmodell“ Up von VW, ist er über 3000 Euro preiswerter, bei etwa gleichem Leistungsumfang. Besonders hervorzuheben ist die 3-jährige Garantie, welche Dacia auf seine Sandero Modelle erteilt, damit sind sie europaweit das Non plus ultra. Der Konkurrenz könnte schon bald das Lachen vergehen.
Preis/Leistung, die wirtschaftliche Fahrweise ( Verbrauch ) und die neue Optik haben mich überrascht, ich kann eine klare Kaufempfehlung abgeben. Der hohe Nutzwert gebündelt mit dem niedrigen Preis ist einfach unschlagbar. In Punkto Sicherheit hat Dacia ebenso seine Hausaufgaben gemacht und stark nachgebessert, sodass man „aktuell“ ausgestattet Auto fahren kann. Die Änderung der Modelle und das komplette Facelift, sollten nun auch die letzten Kritiker verstummen lassen. Dacia, Hut ab!
Wie wäre es mit dem neuen Dacia SUV, dem Duster 2018, hier im Autoblog!
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