Jaguar F-Pace Test

Jaguar F-Pace Test

Es ist mal wieder an der Zeit für einen schönen Autotest und ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mir den „neuen“ Jaguar F-Pace angeschaut. Was beim Jaguar F-Pace Test heraus gekommen ist möchte ich euch im Autoblog vermitteln, natürlich mit einem Fazit zum Test von mir.

Worum geht es genau?

Ganz einfach gesagt, um ein „Kätzchen“ aus England, dass gerne auch mit der Familie kann. Der Jaguar F-Pace im Test.

Seit dem 16. April 2016 ist der SUV von Jaguar nun auf dem Markt, ob sich ein Kauf lohnt erfährst du sicherlich hier, denn immerhin geht es hier um Jaguars ersten SUV!


Antrieb im Jaguar F-Pace


Ich habe mir den Jaguar F-PACE 2.0 Diesel mit 180 PS ( Automatik ) angeschaut und keine Sorge an dieser Stelle, es geht hoch bis 380 PS, für die, die eben eine schnellere Katze bevorzugen.

6 verschiedene Modellvarianten mit Heck oder Allrad stehen zur Verfügung und zwar:

  • F-Pace Pure
  • F-Pace Prestige
  • F-Pace Portfolio
  • F-Pace R-Sport
  • F-Pace S
  • F-Pace First Edition
-Die Front- der Jaguar F Pace Test - Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Jaguar F Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

In dieser Reihenfolge kann man dann auch das Preisniveau erkennen. Die größte Ausstattungslinie mit der höchsten Modellvariante kann vielleicht die 100000 EUR knacken, wobei wohl kaum jemand dieses Paket „pauschal“ buchen würde.

Der F PACE 2.0 Diesel hat wie beschrieben 180 PS bei 4000 Umdrehungen die Minute, der Drehmoment liegt bei bis zu 430 Nm. Es kommt ein Allrad Antrieb zum Einsatz welcher durch ein 8-Stufen Automatikgetriebe angetrieben wird.

1999 Kubik Hubraum, eine maximale Geschwindigkeit von 208 km/h sind schon mal ganz ordentliche Werte. Im Jaguar F-Pace Test geht es natürlich nicht nur um technische Werte und PS-Zahlen, viel entscheidender ist ob diese Punkte alle miteinander harmonieren.


Exterieur


Von Außen erkennt man typische Jaguar Züge, insbesondere finden sich einige Hinweise darauf, dass beim F-Pace einige Dinge vom Sportcoupe, dem F Type übernommen wurden, mir soll´s recht sein, etwas Sportlichkeit kann nie schaden, schon gar nicht bei einem SUV.

Jaguar selbst bezeichnet den F-Pace als Performance Crossover oder auch Performance SUV, ob er dieser Aussage gerecht wird, dazu später mehr.

Der Jaguar F-Pace ist gut gelungen und der Test zeigt mir, dass besonders Optisch vieles richtig gemacht werden kann. Man muss natürlich den „englischen“ Stil mögen, dieser ist definitiv unverkennbar, dennoch ansprechend.

Im Jaguar F-Pace Test zeigt sich die Front beeindrucken, der große Kühlergrill, die Katzenaugen, man könnte glatt Angst bekommen. So weit ist es dann doch nicht!

Das Heck mit den kleinen Leuchten und dem kleinen Ausblick ist gewöhnungsbedürftig, erinnert mich persönlich ein wenig an Range Rover Modelle. Hier fehlt einfach der Rund um Blick, für mich als großen Menschen geht es ja noch, aber die Frage wie es mit dem „Blick“ nach Außen aussieht stellt sich spätestens dann, wenn kleinere Menschen am Steuer sitzen.

Insgesamt von Außen – sehr gelungen, dynamisch und optisch Ansprechend!


Interieur


Innenraum Jaguar F Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Innenraum Jaguar F Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Von Innen definitiv einige positive Akzente, hochwertige, verarbeitete Materialien, wie man es von Jaguar eben kennt. Da nimmt man schnell und gerne Platz und fühlt sich auch sofort wohl, so sollte es normalerweise bei jedem Auto sein.

Insgesamt kann man sagen viel Leder und Chrom, auch das Jaguar Symbol kommt an einigen Stellen vor. Das Cockpit wirkt sauber und klar, beim Lenkrad sind mir hingegen persönlich zu viele Tasten und so was könnte dann schnell den Blick von der Straßen ziehen und darauf sollte man sich beim Fahren schon konzentrieren.

Die Innenraumbeleuchtung ist klasse, da fühlt man sich Nachts bestimmt wie in einem Raumschiff. Aber mal im Ernst, diesen Punkt haben die Engländer hier im Jaguar F Pace Test definitiv sehr gut umgesetzt, Hut ab!

Wie ich bereits sagte der Innenraum lädt zum verweilen ein und so ein Gefühl hat man ehrlich gesagt selten, höchstens Zuhause, wenn man es sich auf der Couch gemütlich macht.

Beinfreiheit und Kopfhöhe sind übrigens sehr gut gelungen, sowohl Fahrer als auch Beifahrer haben ausreichend Platz und auch für größere Menschen wie mich, muss man sich nicht ständig Sorgen machen mit dem Kopf irgendwo „anzudotzen“.

In Sachen Raum und Platz ist der F Pace richtig geräumig, auch wenn er nicht immer diesen Anschein macht.


Fahrgefühl


Beim Fahrgefühl muss man leider ein paar Abstriche machen, zumindest bei diesem Modell, vielleicht sieht es bei anderen Varianten etwas anders aus.

Bei einem ähnlichen Vergleichstest mit einem Mercedes GLC wurden die Mängel im Fahrkomfort schon deutlich. Man muss aber auch sagen in Punkto „Fahrkomfort“ macht Mercedes kaum jemand etwas vor, da sind die Schwaben schon ziemlich dominant.

Obwohl der Jaguar F Pace gar nicht mal so schwer ist, wirkt er doch ein wenig träge im Gegensatz zu manch anderem SUV. Die Gänge schalten sich eher gemächlich, man könnte fast glauben die Briten nehmen im Schaltmoment eine „Teatime“ ein.

Der Innenraum ist wie man es aus der Premiumklasse bereits kennt sehr gut gedämmt, somit sind Aussengeräusche kaum wahrnehmbar, wer hier einen „röhrenden“ Motor erwartet, denn muss ich leider enttäuschen, davon bekommt man eher wenig mit.

Insgesamt ein solides und bequemes Fahrgefühl mit viel Komfort!


Komfort


Kofferraum Jaguar F Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Kofferraum Jaguar F-Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Komfort ist für den Jaguar ein Stichwort und deshalb zeigt der Jaguar F Pace Test auch, dass sich die Briten nicht lumpen lassen und viel Komfort im Petto haben.

Der Innenraum bietet Komfort und wie bereits geschrieben eine bequemes Wohlfühlfeeling, ein großes Platzangebot und die edlen und hochwertigen Materialien tragen dazu entscheidend bei. Bequeme und hochwertige Sitze, welche eine gewisse Handwerkskunst vermitteln sind eine der Annehmlichkeiten im Jaguar.

Von der technischen Seite gibt es viele Assistenzsysteme zur Auswahl eine genaue Auflistung gibt es hier dazu gehören u.a. ein Head Up Display welches den Fahrer so gut es geht auf die wichtigsten Dinge während der Fahrt lenkt und zwar auf die Straße, dabei werden wichtige Punkte wie Geschwindigkeit oder Navigationsanweisungen direkt in der Windschutzscheibe angezeigt.

Mit Incontrol Protect gibt es ein SOS Notrufsystem, welches im Fall der Fälle angesteuert werden kann, das ganze lässt sich im übrigen auch per Smartphone steuern.

In Sachen Sicherheit und Assistenzsysteme erspare ich mir nun alle Merkmale aufzulisten es sei aber soviel gesagt, bei Jaguar gibt es nichts, was es nicht gibt. Wer seine Geldbörse aufmacht wird definitiv auch einen Abnehmer finden und dafür eine entsprechende hochwertige Leistung erhalten.

Zum Komfort möchte ich unbedingt noch den Kofferraum zählen, mit 650 L ist der F-Pace aktuell führend in Bezug auf Nutzungsinhalt, durch Umklappen der Sitze sind es schnell sogar über 1600 Liter. Diese Werte sind sehr wohl wichtig, vor allem dann, wenn Familie mit an Bord ist und Reisen anstehen.

Ich sage es mal so salopp:

Einfach einsteigen, hinsetzen und auf sich wirken lassen!


Umweltdaten


Motorraum Jaguar F Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Motorraum Jaguar F Pace Test Bildquelle: Jaguar Pressebereich

Thema Umwelt wird immer wichtiger und auch bei meinem Jaguar F Pace Test ( in diesem Fall ein Automatikgetriebe ) gibt es dahingehend wenig zu meckern, 139g CO2 Ausstoss, EU Norm 6 und ein kombinierter Spritverbrauch von 5,3 Litern je KM sind im niedrigen Segment und niedrig bedeutet in dem Fall = gut!

Klar es ist ein Diesel, da sollten die Werte schon niedrig sein trotzdem reihen sich die Engländer hier Vorne ein und bieten definitiv ein spritsparendes Modell an, der eigentliche Verbrauch ist natürlich immer vom Fahrer abhängig.


Preisniveau


Ich möchte an der Stelle nicht wieder mit alten Kalauern kommen, dennoch für en „Appel und en Ei“ bekommt man schließlich nichts und so muss man ab etwas über 42000 EUR von Grund auf in die Hand nehmen, weitere Ausstattung und mehr Extras bedeuten dann weitere Kosten.

Dennoch im Vergleich zu anderen SUV dieser Reihe wie etwa von Mercedes, BMW oder Audi, ist der Jaguar durchaus ein Schnäppchen, vom Preis her ähnlich mit den BMW SUVs zu setzen und ich denke auch hier ist der größte Konkurrent gefunden, zumindest in Punkto Preis-Leistung und Qualität.

Wie ihr bisher im Jaguar F-Pace Test lesen konnte, gibt es bei den Briten Nichts was es nicht gibt und somit ist der mögliche Kauf- und Endpreis auch eine Sache der eigenen Bedürfnisse. Der Startpreis ist mehr als fair und die Basisausstattung stellt auch so schon andere Fahrzeuge in der Klasse 20000-30000 EUR in den Schatten.

Wer höchste Ansprüche hat, der wählt die „First Edition“ Varianten, dabei ist dann die Auswahl an Motoren und der Ausstattung am größten natürlich auch zu stattlichen Preis ab 80000 EUR aufwärts.


FAZIT

Grundsätzlich vorweg, eine Kaufempfehlung ist für Liebhaber eines SUVs oder größeren Automodellen gegeben!

Der Brite ist für mich ein ausgewachsenes Raubkätzchen, für die Raubkatze hat es nicht ganz gerecht, man muss leichte Abstriche beim Fahrkomfort und der Dynamik vor allem in Punkto Beschleunigung machen, beim 380 PS Modell sieht die Sache bestimmt wieder anders aus.

Der erste Wurf von Jaguar ist wie ich finde gelungen, das erste SUV kann sich sehen lassen, sowohl von den äußeren als auch von den inneren Werten und dies zu einem vernünftigen Preis, immerhin ist Jaguar schon im Premiumbereich angesiedelt.

Der Jaguar F-Pace Test zeigt mir auch, dass gute Autos nicht immer teuer sein müssen ohne dabei größere Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen, jeder der einen Beweis dazu braucht, sollte sich in den Jaguar F-Pace setzen und das Ganze auf sich wirken lassen, im besten Fall eine Probefahrt machen. Es lohnt sich!

Eleganz trifft auf hochwertige Materialien, die neuste Technik insbesondere bei den Sicherheitssystemen und dem Infotainment trifft wieder rum mögliche Familienväter ins „Herz“ ohne dabei auf diese besonderen Vorzüge verzichten zu müssen.

Auch festgestellt habe ich im Jaguar F-Pace Test, dass Effizienz und ein ansprechendes Design mit Alltagstauglichkeit vereinbar sind, der Jaguar F Pace meistert diese Ansprüche und hat durchaus auch Potential auf dem Massenmarkt „Auto“ Erfolge zu feiern, nicht nur allein wegen der vernünftigen Preis-Leistung.

Darüber hinaus sind die Serviceversprechen und das Incontrol Protect System innovativ und besonders kundenfreundlich, nach obenhin gibt es kaum Grenzen somit trifft Jaguar durchaus viele Zielgruppen mit dem ersten SUV.

Bleibt abzuwarten wie sich die Verkaufszahlen auf dem europäischen Markt entwickeln.

Autotest Blogger: Janus Schulz
Bildquellen: Jaguar.de

 

3 thoughts on “Jaguar F-Pace Test”

  1. Toller Bericht, danke für die umfassenden Infos!

    Mit dem F-Pace gelang Jaguar meines Erachtens wirklich ein Rundum-Schlag gegen bekanntere und beliebte SUV-Hersteller.
    Die Preise sprechen eine große Gruppe SUV-Fans an und jeder bekommt hier ein bezahlbares Modell. Und mit der Raubkatze auf dem Kühlergrill hat man immer noch etwas außergewöhnliches.

  2. Ich mochte schon immer Jaguar, da besonders die Ledersitze wenig pflege benötigen und leicht zu reinigen sind. Außerdem ist die Haptik wirklich erste Sahne!

  3. Die First Edition ist kaum zu bezahlen aber dennoch reizt mich der F Pace.

    Wie sind denn die aktuellen Lieferzeiten?

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