Blitzeis: Warnung und Verhalten bei Eisregen


Blitzeis: Verhalten bei Glatteis


Blitzeis, bei den Wetterexperten auch unter dem Begriff: Eisregen bekannt ist nicht nur gefährlich, sondern vor allem unberechenbar.

Bei Wind und Wetter muss man zum Auto greifen und wer es schon erlebt hat, wird wissen wie er bei Blitzeis reagieren soll, oder auch nicht!?

Die Unfallgefahr ist bei Glatteis und Blitzeis besonders hoch, wer einem Unfall vorbeugen möchte, sollte sich diese Tipps und Trick gegen Blitzeis merken.


Anzeichen für Blitzeis


Wann tritt Blitzeis auf und welche Anzeichen gibt es dafür?

Blitzeis ist tückisch, denn es kann sich binnen Minuten entwickeln. In Waldnähe und an Brücken lauert die Gefahr besonders häufig, hier bilden sich nämlich Nebelwände und sobald das Thermometer den Gefrierpunkt erreicht hat und diese feuchte Nebelwand besteht, entsteht durch die Feuchte in der Luft im Nu eine Eisschicht auf der Straße. Besonders schlimm: diese Eisschicht ist mit dem bloßen Augen kaum zu erkennen. Wer sich als in schattigen Regionen aufhält, sollte die Fahrt vermeiden oder verschieben, wenn es möglich ist. Oft gibt es Schilder die auf Blitzeis hinweisen, allerdings nicht immer und überall, ein Indiz für mögliches Blitzeis und Eisglätte sind Nebel und Raureif auf Bäumen, also bitte stets die Augen offen halten. Das Verkehrszeichen Nr. 113 in § 40 StVO sollte euch also bekannt vorkommen.


Wie sollte man sich vor Fahrtbeginn und während der Fahrt bei Glatteis verhalten?

Vor der Fahrt sollte man sich natürlich über die Wetterverhältnisse informieren dazu zählen natürlich auch die aktuellen Straßenverhältnisse, Google Maps kann hier beispielsweise ein guter Hinweisgeber sein. Wirklich Vorsicht geboten ist bei schwankender Temperatur und Unterschieden zwischen und um den Gefrierpunkt. Im Radio gibt es im Winter gerade zu Blitzeis und Eisglätte immer wieder Verkehrswarnungen in Echtzeit, diese sollte man sich auch zu Herzen nehmen. Auf Assistenz- und Sicherheitsysteme verlassen? Pustekuchen! Ist Blitzeis erst einmal eingetreten helfen euch weder: ESP, ABS oder Winterreifen. Denn alleine der Bremsweg bei Eisglätte ist gegenüber trockener Fahrbahn fast verzehnfacht! Bei Tempo 50 braucht ihr 100 Meter zum Stillstand, bei trockener Fahrbahn sind es nur 11 Meter.


Unterschiede zwischen Blitzeis und Glatteis


Blitzeis ist wesentlich gefährlicher als Glatteis, denn bei Glatteis handelt es sich um eine geschlossene Eisdecke, welche im besten Fall bereits gestreut ist vom Winterdienst.

Blitzeisfahrbahnen sind dagegen in Sekunden oder Minuten entstanden und deshalb noch Spiegelglatt, sie sind nicht gestreut und deshalb auch wesentlich gefährlicher für den Autofahrer.

Blitzeis und Glatteis, Anzeichen, Verhalten und Haftung im Überblick

Blitzeis und Glatteis, Anzeichen, Verhalten und Haftung im Überblick

Lenkmanöver oder überhöhte Geschwindigkeit führen dann sehr oft zu Unfällen, im Jahr 2017 gab es beispielsweise über 6.000 Unfälle mit Personenschaden nur durch Blitzeiseintritt. Im Jahr 2016 waren es etwa 1.000 Schadensfälle weniger, was natürlich zeigt, dass ein Bewusstsein beim Fahrer noch nicht stark genug ausgeprägt ist.

Die Statistiken dazu lassen sich beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden in Erfahrung bringen.


Blitzeis: Richtig reagieren


Ein genaues Rezept gibt es nicht! Aber dafür gute Fahrtipps bei Schnee und Eis!

Wer bei Eisglätte und Eisregen unterwegs ist, sollte Vorausschauend und umsichtig Auto fahren und wie oben beschrieben auf Nebelbänke und Bäume achten.

Weitere Tipps bei Blitzeis:

  • Abstand zum Vordermann vergrößern
  • langsames Bremsen, keine Vollbremsung durchführen
  • die Lenkung sollte gefühlvoll und abgepasst sein
  • bei starken Blitzregen am besten Anhalten und auf Streudienst warten

Bei Nebel ist es sogar erlaubt, auf dem rechten Fahrstreifen zu halten. Wer nichts mehr sehen kann und der Nebel zu dicht ist, sollte aus Sicherheitsgründen lieber anhalten.

Dabei sollte man jedoch so weit rechts wie möglich anhalten und Warnblinker und Nebelschlussleuchte ebenfalls hinzuziehen. Normalerweise ist das halten zum Beispiel auf Schnellstraßen oder Landstraßen verboten, in solchen Fällen jedoch erlaubt.


Ist ein Fahrsicherheitstraining sinnvoll?


Ein geübter Autofahrer hat bereits seine Erfahrungen gemacht, jedoch ist jedes neue Fahrzeug in seinen Eigenschaften unterschiedlich, zwischen Heck-, Front- und Allradantrieb gibt es gewaltige Unterschiede.

Ein Fahrsicherheitstraining kann deshalb für alte Hasen, besonders aber für Fahranfänger sinnvoll sein. Unter winterlichen Verhältnissen, lassen sich auf einer abgesicherten Strecke so die Gefahren, welche im Winter lauern trainieren und der Fahrer wird sensibilisiert. Solche Fahrsicherheitsmaßnahmen gibt es z.B. bei der DEKRA oder dem Adac.

Neben dem eigenen Fahrbewusstsein wird so auch das fahrerische Können jedes Teilnehmers gestärkt. Die Kosten für solch ein Training liegen bei 130-150 EUR, vielleicht sogar eine Option als Weihnachtsgeschenk.


Haftung bei Unfällen


Wie sieht es eigentlich mit der Haftung bei solchen Unfällen aus?

Ganz einfach, in erster Linie haftet immer der Fahrer und damit Fahrzeugführer. Er muss laut StVO seine Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen und Straßenverhältnissen anpassen, natürlich muss er auch das Wetter vor Fahrtbeginn und während der Fahrt im Auge behalten.

Wer hier nach bestem Wissen und Gewissen und nicht fahrlässig handelt, kann aber beruhigt sein, denn strafrechtliche Konsequenzen gibt es dann in aller Regel nicht. Dennoch geht das Straßenverkehrsgesetz (StVG) hier anfangs vom „Beweis des ersten Anscheins“ aus, bedeutet also das der Fahrer am Unfall auch Schuld ist. Bleibt es nur bei Blechschäden, kommt dafür die Haftpflichtversicherung auf, auch Personenschäden sind abgedeckt, hier kann es mit unter aber etwas komplexer werden.

Eine Mitschuld bei Glatteisunfällen ist jedoch immer häufiger der Fall, dazu gibt es sogar einen Gerichtsbeschluss des OLG Frankfurt 26 U 53/04


Fazit

Blitzeis und Eisglätte auf der Straße ist niemals zu unterschätzen und neben der eigenen Gesundheit, bringt man auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

Die Anzeichen bei entsprechender Witterung sollte man ernst nehmen und schnell eine Reaktion zeigen, auch Fahrsicherheitstrainings können dem Autofahrer vorbeugend mehr Fahrsicherheit in solchen extremen Situationen vermitteln.

Die Haftung bei Blitzeisunfällen und Glatteis ist auch nicht zu unterschätzen, besonders wenn es zu Personenschäden mit Todesfolge kommt. Neben der finanziellen Haftung ist das ruhige Gewissen in solchen Fällen womöglich für immer gestört.

Also Augen auf, Tipps bei Glätte befolgen und falls es nicht sein muss, das Auto lieber einmal zu viel stehen lassen.

Autor im Blog: Janus Schulz

 



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