Ferrari Testarossa als Youngtimer

Ferrari Testarossa als Youngtimer im Autoblog

Maranello liegt in der Provinz Modena in Italien und ist sehr bekannt, denn dort liegt der Ursprung eines italienischen Sportwagenherstellers, Ferrari!

1984 war er geboren, der Ferrari Testarossa. Die Serienproduktion macht diesen Sportwagen zum Youngtimer bzw. Oldtimer, je nach Baujahr. Aber warum wurde der Testarossa zum Kult?

Obwohl sein Ruf nicht immer toll war ( Rotlichtmileu ) ist der Ferrari Testarossa aus diversen Filmen hervorgegangen, insbesondere aus der damaligen Kultserie „Miami Vice“.

Sein einzigartiges Design und seine Pferdestärken konnten schon damals einige um den Verstand bringen. Die Frage, ob der Ferrari Testarossa als Youngtimer etwas taugen könnte habe ich mir gestellt und möchte sie Euch heute im Autoblog beantworten.

Ursprung des Namens Testarossa

Ursprünglich dürfte der Name aus den 50er und 60er Jahren abgeleitet sein, damals gab es die erfolgreichen Ferrari 250 Testa Rossa, welche als Rennsportwagen zum Einsatz kamen.

Auf italienisch bedeutet „Testarossa“ roter Kopf, warum „roter Kopf“ ist eigentlich einfach zu erklären, der Ventildeckel ( Zylinderkopf ) war Rot lackiert, daher die Ableitung.

Bild vom Ferrari Testarossa als Youngtimer Baujahre 1984-1996

Bild vom Ferrari Testarossa als Youngtimer Baujahre 1984-1996

Der Ferrari Testarossa ging als Nachfolger des Ferrari 512 BB hervor und wurde von 1984-1996 gebaut.

Eigentlich ist der Testarossa von 1984 bereits der 3. seiner Zunft, denn zuvor gab es schon solche Automodelle, jedoch mit der richtigen Bezeichnung „Testa Rossa“.

Die Karosserie ist von Pininfarina entworfen worden, die Produktion erfolgte im Werk in Modena.

3 Modelle des Ferrari Testarossa bis 1996

Mit dem Baujahr 1984 fing es an und die erste Version des Testarossa kam auf den Markt, die Produktion lief insgesamt bis zum Jahre 1991.

Daten zum Testarossa von 1984:

  • Leistung: 390 PS
  • Drehmoment: 490 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit: 295 km/h
  • von 0 auf 100 km/h in 5,3 Sekunden
  • Neupreis 1985: 222.300 DM
  • Baujahre: 1984-1991

Die zweite Version des Testarossa kam als 512 TR mit folgenden Daten:

  • Leistung: 428 PS
  • Drehmoment: 490 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit: 307-314 km/h
  • von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden
  • Neupreis 1992: 320.000 DM
  • Baujahre: 1991-1994

Und die letzte Version, der F 512 M hatte diese Werte:

  • Leistung: 446 PS
  • Drehmoment: 500 Nm
  • Höchstgeschwindigkeit: 315 km/h
  • von 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden
  • Neupreis 1995: 332.000 DM
  • Baujahre: 1994-1996

Alle Varianten des Testarossa hatten Hinterradantrieb, einen 12 Zylinder Motorblock und 4943 ccm Hubraum.

Bei diesen PS-Zahlen sind die Verbrauchswerte des Ferrari Testarossa mit durchschnittlich 15 Litern pro 100 KM natürlich happig, die zweite Version, der 512 TR kommt immerhin auf lediglich 10 Liter Verbrauch, was ihn auch noch zu einem Alltagsfahrzeug machen könnte.

Entwicklungsstand des Testarossa

Der Aufbau und die Plattform wurden vom Vorgänger, dem Ferrari 512 BB übernommen.

Unter der Karroserie ist der Testarossa in einen Rahmen gehüllt, der Motorblock und das Getriebe sind weiterhin in einen zusätzlichen Hilfsrahmen gesetzt.

Dieser Rahmen kann übrigens abgetrennt werden, damit man an Motor und Getriebe besser herankommt, beispielsweise bei nötigen Reparaturen.

Manch einer wird sich wundern, warum der Testarossa Vorne kleinere Reifen hat als Hinten, durch die etwas schwierige Verteilung von 40:60 und dem Hinterradantrieb, ist dies nötig um eine bessere Haftung zu gewährleisten. Ursprünglich kamen Vorne 225er Reifen und Hinten 255er Reifen zum Einsatz.

Im Gegensatz zum Vorgänger ( Einzelkühlung ), ist beim Testarossa an jedem Hinterrad ein Kühler verbaut. Deshalb ist der Ferrari optisch auch mit „Kiemen“ an den Seiten versehen, welche die Wärme ableiten, weiterhin bekommt er dadurch auch seinen typischen, breiten „Hintern“.

Der 512 TR

Ende 1991 wurde der Testarossa überarbeitet, das Resultat war der 512 TR.

Neben der Leistungssteigerung auf nun 428 PS, hat sich auch an der Optik, vor allem der Front etwas getan.

Der Kühlergrill war nun nicht mehr durchgängig, sondern war trapezförmig und an das Design des Ferrari 348 tb angelehnt.

Motortechnisch wurden die Zylinderköpfe verstärkt und hatten größere Ventile, auch die Auspuffanlage wurde verbessert und überarbeitet.

Insgesamt betrachtet, wirkt der 512 TR im Gegensatz zur ersten Version des Testarossa etwas ausgereifter und vor allem flacher, eben nicht mehr ganz so wuchtig.

F 512 M

Das M steht für Modificata.

Nicht nur die Motorleistung ( 446 PS ) hebt sich von den beiden anderen Varianten ab, auch in der Optik zeigen sich Unterschiede.

Gleich von Vorne erkennt man die Scheinwerfer, die sich hinter einer Glasscheibe befinden, bei den anderen Versionen waren es Klappscheinwerfer.

Am Heck sieht man auch Änderungen, hier befinden sich zwei neue, rundliche Leuchtelemente, die man bisher beim Testarossa nicht kannte.

Die letzte Variante des Ferrari Testarossa, der F 512 M wurde bis 1996 gebaut und verkauft, danach wurde er vom Fronttriebler, dem 550 Maranello abgelöst.

Ferrari Testarossa kaufen

Sich den Ferrari Testarossa als Youngtimer zu kaufen, kann Vorteile haben.

Die erste Voraussetzung ist ein gut gefüllter Geldbeutel, denn gut erhaltene Stück, welche gewartet sind und kaum Laufleistung haben sind eher selten, Preise beginnen bei etwa 100.000 EUR, die Autos haben aber dann hier und da Macken.

Sehr gut erhaltene Modelle bekommt man für durchschnittlich 140.000 EUR je nach Baujahr und Modell.

Wer das Geld übrig hat, sollte sich den Testarossa als Youngtimer zulegen, ältere Modelle sind bereits Oldtimer oder auf dem Weg dorthin.

Für Sammler und Liebhaber werden die italienischen Sportwagen aus den 1980er und 1990er Jahren weiterhin attraktiv bleiben.

Wer wirklich einen Kult-Ferrari sein Eigen nennen will, der kann sich hier einige Klassikautos anschauen.

Auflage des Ferrari Testarossa

MIt etwas über 7700 Stück an verkauften Testarossa Modellen, scheint es sich um einen Ladenhüter zu handeln.

Aber falsch gedacht, aufgrund seines hohen Preises war er mit dieser Auflage einer der meistverkauften Ferraris.

Die Erfolgsgeschichte des Testarossa aus Maranello ging bis Mitte der 90er Jahre. Die kleine Auflage und Stückzahl, ist ein Grund mehr sich für einen Ferrari Testarossa als Youngtimer zu entscheiden.


FAZIT

Es gibt einige gute Gründe, sich einen Ferrari Testarossa als Youngtimer zu kaufen.

Sein besonderes Design, sein Image und die Extravaganz die dieses Gefährt verkörpert sind einzigartig.

Einen Testarossa als Youngtimer zu besitzen kann sich lohnen, für Liebhaber der italienischen Nobelmarke, wird das Interesse niemals enden.

Wer ein gut erhaltenes Modell angeboten bekommt, sollte zuschlagen. Selbst wenn einer der roten Flitzer später nicht mehr fahrbereit sein sollte, ist er immer noch als Showcar einsetzbar.

Bei diesem Preis spielt auch weniger der Einsatz im Alltag eine Rolle, sondern viel mehr der Besitz eines Stückes Kultgeschichte.

Dabei spielte die Bekanntheit aus Filmreihen natürlich eine große Rolle, neben dem Ferrari 308, ebenfalls bekannt aus dem Fernsehen, Serie „Magnum“.

Viel Spaß bei der Suche nach einem gut erhaltenen, roten Flitzer.

Autor im Blog: Janus Schulz

 

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Ferrari Testarossa als Youngtimer
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Ferrari Testarossa als Youngtimer
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Das Kultauto bekannt aus Miami Vice ist ein echter Youngtimer und je nach Baujahr auch Oldtimer. Der Ferrari Testarossa ist besser als sein Image, vor allem als Youngtimer.
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