Mercedes SLC 300 Erfahrungen

Mercedes SLC 300 aus SLK wird SLC

Die dritte Generation der SLK-Klasse hört seit 2016 auf den Namen „SLC“ und was hat sich nun geändert? Nicht viel!

Aber manchmal muss man auch nicht viel verändern, damit ein Cabrio wie der Mercedes SLC 300 erfolgreich werden kann.

Ich habe mir den Roadster von Mercedes genauer angeschaut und schreibe deshalb zum Mercedes SLC 300 einen Erfahrungsbericht.

Vorgeschichte des SLC

Wie soeben erwähnt, ist der SLC der Nachfolger des SLK von Mercedes. Eine leichte Namenskorrektur also, seine Reize und positiven Aspekte hat der Roadster dadurch aber nicht verloren.

Das Cabriolet welches auch unter der Bezeichnung „R 172“ bekannt ist findet sich seit 2016 in der neuesten Generation inkl. Facelift wieder und dabei hat sich eben auch der Namen von SLK auf SLC geändert.

Der R 172 wird als Nachfolger des R 171 im Mercedes Benz Werk in Bremen gebaut und wurde erstmals in Europa im Jahre 2011 bei den Händlern vorgeführt. Die Erstvorstellung fand bei der Qatar Motor Show statt.

Die Premiere machte bereits damals Lust auf Mehr und so ist es umso erfreulicher, dass die neue, 3 Generation des SLK/SLC in Serie mit Klima kommt und 900,- EUR preisgünstiger ist, als die 2. Generation des SLK.

Die größte Veränderung neben dem Namen lag eigentlich in der Frontpartie, welche neu und moderner gestaltet daher kommt. Roadster-Feeling und das schicke Stahl-Faltdach namens „Vario-Dach“ bleiben glücklicherweise erhalten.

Der Mercedes SLC 300 von Außen

Der SLK von früher war an Formel 1 Fahrzeuge angelehnt, heute ist im SLC 300 eine neue Front zu sehen, der Mercedes Stern wird dabei mittig von einer Metallstrebe gehalten und präsentiert sich in voller Größe.

Die bekannte, verlängerte Motorhaube ist geblieben, ebenso alle weiteren Roadster typischen Merkmale. Die Scheinwerfer an der Front sind nach oben hin auslaufend, darin befinden sich auch die LED-Lichter.

Mercedes SLC 300 Erfahrungen Bild vom Heck und der Seite des Roadsters Bildquelle: mercedes-benz.de

Mercedes SLC 300 Erfahrungen Bild vom Heck und der Seite des Roadsters

Das Heck ist wie bisher gewohnt schnell abfallend, wirkt durch die zur Seite auslaufenden Heck-Leuchten jedoch wesentlich breiter als beim Vorgänger, macht optisch schon was her!

Der Zweisitzer Mercedes SLC 300 wirkt von Außen insgesamt stimmig und ansprechend, zugleich vermittelt er auch Kraft und Eleganz.

Schauen wir mal wie sich der Innenbereich des Mercedes SLC 300 präsentiert.

Mercedes SLC 300 Innenraum

Tür auf, hineinsetzen und Entspannen!

Ja, der Mercedes SLC 300 kann durchaus auch im Innenraum überzeugen, die tiefe Sitzposition ist bereits vielen bekannt, man ist quasi „Eins“ mit dem Fahrzeug.

Das Cockpit ist vor allem eins, praktisch und übersichtlich gehalten. Viele runde Elemente finden sich im Innenraum des SLC 300 wieder, sowohl durch Knöpfe als auch an den Luftdüsen zu erkennen.

Mercedes SLC 300 Erfahrungen Blick ins Cockpit des Roadsters Bildquelle: mercedes-benz.de

Mercedes SLC 300 Erfahrungen Blick ins Cockpit des Roadsters

Der Innenraum sieht so aus, als wäre vor kurzem der Frühjahrsputz erfolgt, sehr aufgeräumt und sauber verarbeitet. Dazu tragen natürlich auch die hochwertigen Materialien wie Leder und Metall bei, auch die Sportsitze lassen sich sehen.

Ein wenig Formel Eins kommt dann doch noch auf im Inneren, das modifizierte Lederlenkrad im Mercedes SLC 300 ist von der Form her aus den Formel Eins Boliden bekannt.

Die Ähnlichkeiten zum SLS AMG sind unverkennbar denn die Mittelkonsole und auch Abschnitte vom Cockpit ließen sich vom Sportwagen SLS inspirieren.

Mit der durchgezogenen Mittelkonsole, wirkt es so, als hätte Fahrer und Beifahrer jeweils eine eigene „Sitzkabine“ für sich. Klingt komisch, ich finde es jedoch ideal gelöst, diese Aufteilung schafft Raum und ideale Abstände im Fußraum.

Motor und Technische Daten

Der R4-Ottomotor klingt nur vom Namen her wie Einheitsbrei.

Mit dem Vierzylinder Motor im Mercedes SLC 300 kann man nämlich dank seinem Turbo so richtig auf Touren kommen und dieser vermittelt manchmal auch hörbar den Eindruck eines V6 oder V8-Motors.

Mit nur 4 Zylinder und 2.0 Litern Hubraum ist eine Kraftübertragung und Leistung von 245 PS möglich, respektabel. Da lässt es sich gleich sportlich angehen und dank Schaltwippen, kann man trotz Automatik auch gleichzeitig echtes „Fahrfeeling“ genießen.

Hier die Motordaten zum Mercedes SLC 300 im Überblick:

  • Motor: R4-Ottomotor Vierzylinder Motorcode: M 274
  • Motoraufladung: Turbolader – Direkteinspritzung
  • Hubraum: 1991 ccm
  • Leistung: 245 PS
  • max. Drehmoment: 370 Nm
  • Antrieb: Hinterradantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
  • Schaltung: 9-Stufen Automatikgetriebe / 9G-Tronic

Schöne und leistungsfähige technische Daten kann er aufweisen, mit dem Drehmoment von 370 Nm ist man auch flott unterwegs. Für einen Benziner ist dieser Wert sehr hoch, lediglich die AMG Modelle wie z.B. der SLC 43 AMG sind leistungsstärker.

Alternativ greift man zu einem der Selbstzünder z.B. dem Mercedes SLC 250 d, hier bekommt man dann satte 500 Nm Drehmoment.

Insgesamt überzeugt mich der Mercedes SLC 300 unter den Benziner jedoch am meisten, er bietet viel Leistung mit 245 PS und eben den besagten Drehmoment, zudem ist er trotz dieser Werte noch recht sparsam unterwegs ( kombinierter Verbrauch um die 6 Liter ).

Meine Erfahrung zeigt: Premiumklasse, Sportwagen und Cabrio, was will man mehr, alle Punkte erfüllt beim Mercedes SLC 300.

Platz- und Raumangebot

Der vordere Bereich wirkt wie bereits erwähnt abgegrenzt, was jedoch nicht negativ klingen soll.

Im Gegenteil, die Bereiche sind klar aufgeteilt und sowohl Fahrer als auch Beifahrer sitzen ordentlich und bequem im Zweisitzer.

Durch die tiefe Sitzposition fühlt man sich verbunden mit dem Cabriolet und kann dann insbesondere ruhige Kurvenfahrten „Oben Ohne“ genießen.

Mercedes SLC 300 Erfahrungen Bild vom Innenraum und der Ledersitze inkl. Airscarf Bildquelle: mercedes-benz.de

Mercedes SLC 300 Erfahrungen Bild vom Innenraum und der Ledersitze inkl. Airscarf

Positiv sind auch die vielen Ablagemöglichkeiten und Staumöglichkeiten, da bekommt man einiges unter, dies sieht beim Kofferraum dann anders aus.

Der Kofferraum im Mercedes SLC 300 ist sehr eng bemessen und fasst zwischen 225-335 Liter, sobald das Dach geöffnet ist, muss man beim Verstauen hinten schon etwas Tetris spielen.

Liegt natürlich daran, dass es sich um ein Hardtop handelt, das Dach besteht nämlich aus Aluminium und muss hinten im Kofferraum seinen Platz beim Einfahren finden.

Fahrverhalten und Fahrkomfort

Meine Erfahrungen zeigen, der Mercedes SLC 300 kann sowohl „Kraft“ und „Biss“ aber eben auch „Ruhig“ und „Bequem“.

Im normalen Modus kann man gerade in Kurven einige schöne Erlebnisse sammeln, wohin gegen der „Sportmodus“ voll auf die Zwölf geht, er reagiert dann sehr bissig und keineswegs zahm.

Bei höherem Tempo bekommt man dann auch eine höhere Geräuschkulisse zu hören, es soll aber Autofahrer geben, die stehen auf richtigen Motorsound!

Wie gesagt, der Mercedes SLC 300 kann beides, Pflicht und Kür. Komfortmodus oder Sportmodus, jeder hat freie Wahl!

Apropo in Sachen „Komfort“ erweist sich der schicke Roadster nicht nur im Sommer als idealer Begleiter. Sitzheizung, Windschott und vor allem die Nackenheizung „AirScarf“ machen es möglich, auch bei kühleren Tagen die Frischluft im Auto zu genießen.

Die Nackenheizung „Airscarf“ kommt übrigens auch im C-Klasse Cabrio von Mercedes gut an.

Umweltangaben

Mit einem kombinierten Verbrauch von 6 Litern auf 100 km ist der SLC 300 von Mercedes ein wirklich sparsamer Begleiter, auch wenn die Praxis meist einen höheren Verbrauch zeigt.

Der Schadstoffausstoß und damit die CO2 Emissionen liegen bei 138 g je KM und als Schadstoffklasse wird EURO 6 angegeben, beim SLK 250 ist es beispielsweise lediglich EURO 5.

Wenn man berücksichtigt, dass es sich hier um einen Benziner und keinen Diesel handelt, welche oft einen niedrigeren Verbrauch aufweisen, lässt sich erahnen, dass der SLC 300 ein umweltbewusster Gefährte ist.

Auch bezogen auf dessen Hubraum und seine Leistung ( 245 PS ) kann man davon sprechen, dass dieses Cabrio sparsam im Verbrauch ist. Auch die Problematik wie bei manchen Dieselmodellen mit den Stickoxiden besteht hier derzeit nicht.

Sicherheit im SLC 300

Sicherheitssysteme und Assistenzsysteme gibt es im SLC 300 zu Genüge, die Basisausstattung hat u.a. folgendes zu bieten:

  • Aktiver Brems-Assistent
  • Adaptives Bremslicht
  • ABS, ASR und ESP
  • Fahrlicht-Assistent
  • oder auch eine Bremsbelagverschleiß-Anzeige

Optional hingegen sind wichtige Sicherheitssysteme wie der Tote-Winkel Warner, der Park-Assistent Parktronic oder aber auch Verkehrszeichen-Assistent.

Obwohl der Mercedes SLC 300 preislich bereits auf einem erhöhten Level liegt, muss man gerade bei den zusätzlichen Systeme noch ordentlich drauflegen.

Für mich ist dieser Punkt leider nicht zu verzeihen, deshalb gibt es dafür in der Gesamtwertung 1 Stern Abzug, die mittelmäßige Basisausstattung gepaart mit ordentlichen Aufschlägen bei weiteren Sicherheitssystemen haben mich dazu bewogen.

Preis des Mercedes SLC 300

Die Preislage von Cabrios und Roadstern war schon immer etwas höher, dafür ist der Verkaufswert von Cabrios auch später auf einem guten Level.

Preislich liegt der SLC 300 auf einem Preislevel für ambitionierte Fahrer, der Basisanschaffungspreis liegt bei 46.802,70- EUR im Vergleich dazu, der SLC 43 AMG liegt bei ca. 60.000,- EUR

Auch wenn die Basisausstattung bereits einige andere Fahrzeuge im Regen stehen lässt, kann die Marke von 50.000 EUR schnell „geknackt“ werden, wenn man weitere Extras bucht.

Optional erhältlich wären z.B. ein Abstandspilot für etwa 1000,- EUR oder eine Rückfahrkamera für 476,- EUR – genaue Daten und Preise findet man in dieser Preisliste zum Mercedes SLC 300.


FAZIT

Durch und Durch ein schönes Auto, der Roadster kann vor allem mit Design, Innovation und dem sportlichen Motor überzeugen.

Der Zweisitzer bietet ein Klappdach aus Aluminium, welches in 20 Sekunden öffnet und schließt, so kann die nächste Spritztour auch gerne kommen, zumal der Mercedes SLC 300 „Sportwagen-Gene“ in sich trägt.

Außendesign und der Innenraum können vollend überzeugen, der Fahrkomfort lässt kaum Wünsche offen und so kann sich jeder auf seinen neuen Roadster freuen.

Ob jedoch viele Menschen bereit sind knapp 50.000,- EUR hinzublättern sei dahingestellt, gute Qualität hat sicherlich seinen Preis, ein Alltagsauto ist der Mercedes SLC 300 jedoch dennoch nicht und damit für Familie und Co. auch uninteressant.

Wer es etwas preisbewusster sucht, könnte im kleinsten Modell, dem SLC 180 fündig ( etwa 36.000,- EUR ) werden, wer hingegen noch mehr „Sportwagen“ und PS-Power sucht, kommt an den AMG-Varianten des SLC nicht vorbei, Preise ab 60.000,- EUR aufwärts.

Fazit zum Erfahrungsbericht des Mercedes SLC 300: Insgesamt ein schönes Roadster-Cabrio für den ambitionierten Fahrer, meine Gesamtwertung liegt bei 4 von 5 möglichen Sternen.

Autor im Autoblog: Janus Schulz
Bildquellen: mercedes-benz.de

 

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