Neues Auto kaufen – nicht bei Liebeskummer

Warum Sie mit Liebeskummer kein neues Auto kaufen sollten


Eine Trennung tut weh. Egal, ob Sie verlassen wurden, oder derjenige sind, der gegangen ist, nach dem Ende einer Beziehung ist man so verletzlich wie sonst selten. Der Körper produziert mit einem Mal weniger Glückshormone, man fühlt sich antriebslos und deprimiert.

Wer plant, sich ein neues Auto zuzulegen, sollte mit der Entscheidung jetzt besser noch ein bisschen warten, denn: Wer gestresst ist, entscheidet riskanter.

Jeden Tag treffen wir über 100.000 Entscheidungen. Manche davon so automatisch, dass wir sie schon gar nicht mehr wahrnehmen. Ob Sie nach dem Klingeln des Weckers noch einmal auf den Snooze-Button drücken, Kaffee oder Tee zum Frühstück trinken, welchen Weg Sie zur Arbeit nehmen.

All diese Entscheidungsprozesse laufen innerhalb von Sekundenbruchteilen ab und werden maßgeblich von Gewohnheit und Erfahrung bestimmt. Wichtige Entscheidungen, die unsere Zukunft längerfristig beeinflussen (wie der Kauf eines neuen Autos) werden dagegen für gewöhnlich sorgfältig durchdacht.

Doch auch hier trifft Ihr Körper schon eine Entscheidung, bevor Sie bewusst Ihre Wahl fällen.


Emotionen beeinflussen Entscheidungen


Es wurde lange davon ausgegangen, dass Entscheidungen im rationalen Teil des Gehirns getroffen werden.

Neuropsychologen fanden jedoch heraus, dass Entscheidungsprozesse bereits ungefähr 300 Millisekunden vor einer Reaktion im Denkhirn einen entsprechenden Impuls im limbischen System auslösen – also im Gefühlszentrum unseres Körpers.

Das bedeutet, dass Entscheidungen zuerst im limbischen System gefällt werden und erst danach mit dem Neocortex, dem Sitz des logischen Denkens, nach Gründen gesucht wird.

Neues Auto kaufen, aber bitte mit freiem Kopf und nicht mit Liebeskummer

Neues Auto kaufen, aber bitte mit freiem Kopf und nicht mit Liebeskummer

Unsere Emotionen beeinflussen also unsere Entscheidungen – auch Kaufentscheidungen. So zeigen verschiedene Studien, dass Menschen, die unter Stress stehen, eher zu unbedachten Spontankäufen neigen. Wer unter Liebeskummer leidet, trifft schneller riskante Entscheidungen, denn der emotionale Stress distanziert uns rational von möglichen negativen Konsequenzen.

Wer sich noch mit Fragen wie „Wie kann ich meinen Ex Partner zurück gewinnen?“ oder „Was habe ich falsch gemacht?“ herumschlägt, hat außerdem weniger mentalen Raum für durchdachte Entscheidungen. Im Falle eines Autokaufs fehlen also wahrscheinlich Kraft und Geduld, um verschiedene Modelle miteinander zu vergleichen und die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Zu guter Letzt produziert der Körper nach einer Trennung weniger Serotonin. Diesen Mangel soll ausgeglichen werden. Aus diesem Grund neigen Menschen dazu, sich bei Kaufentscheidungen schnell und unüberlegt für die am einfachsten zugängliche Option zu entscheiden.

Denn Kaufen macht glücklich. Statt weiter für das Auto zu sparen, dass Sie sich schon lange wünschen, kaufen Sie also vielleicht ein billigeres Modell, das Sie dafür sofort haben können. Kurzfristig werden Sie dafür mit einem Serotonin-Schub belohnt. Langfristig ärgern Sie sich allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit über den unbedachten Kauf.

Es gilt also: Lassen Sie sich Zeit mit dem Autokauf und entscheiden Sie sich erst dann, wenn Sie Ihren Liebeskummer überwunden haben.

 



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