Holoride koppelt die Virtuelle Realität im Auto mit der echten Welt

Das deutsche Unternehmen Holoride aus München bringt in der zweiten Jahreshälfte eine Innovation auf den Markt, die zahlreiche Spieler aufatmen lassen wird. Schließlich reagieren viele von euch mit Übelkeit auf das Zocken im Auto. Doch mit der VR-Brille Vive Flow, sollen diesen Zeiten nun bald vorbei sein.

Holoride nährt die virtuelle Welt mit aktuellen Daten des Autos. Dazu gehören beispielsweise die Position und die Beschleunigung des Fahrzeugs. Dadurch wird der Spieler nicht mehr von der echten Welt abgekoppelt, sondern erlebt die vollständige Verschmelzung von Umgebung und digitaler Welt.

Der große Durchbruch steht bevor

Die Virtuelle Realität (VR) gilt bereits seit Jahren als der nächste große Trend. Dieser ließ bisher auf sich warten, doch nun mehren sich die Anzeichen, dass der ganz große Durchbruch bevorsteht.

Die Spielbranche profitiert von der virtuellen Welt auf den ersten Blick am meisten, denn verschiedene Entwickler der unterschiedlichsten Genres haben bereits die VR-Technologie in ihr Angebot mit aufgenommen:

Von Games wie dem Topseller Half-Life: Alyx auf Steam, der sich makellos in die beliebte Reihe von Entwickler und Publisher Valve rund um den Kampf gegen außerirdische Aggressoren einordnet; über beliebte Kartenspiele wie Poker auf PokerStars, das mit der Einbindung von VR das Pokern an verschiedenen exotischen Orten wie Macau, Monte Carlo oder auch dem Weltall ermöglicht; bis hin zu virtuellen Reiseerfahrungen wie BRINK Traveler bei Oculus, die das heimische Wohnzimmer in die schönsten Plätze der Erde verwandelt.

Doch auch die Fahrzeugentwicklung profitiert von Virtual Reality. Die Entscheidungsträger von Hyundai treffen sich nicht mehr persönlich, sondern lassen ihre Avatare über Designentscheidungen diskutieren.

Damit sparen die Designer nicht nur Zeit, sondern ermöglichen es der Kreativabteilung rund um die Uhr an den Datensätzen zu arbeiten. Während die Entwickler in Europa schlafen, arbeiten ihre Kollegen in Asien daran weiter.

Der deutsche Autohersteller Audi hat vor kurzem bekannt gegeben, seine Infotainment-Systeme in zahlreichen Modellen aufzurüsten. Zum Einsatz kommt dabei das System von Holoride.

Das deutsche Start-up wurde erst 2018 mit dem Ziel gegründet, VR in die Autos zu bringen und kann nun auf einen Top-Kunden verweisen.

Kombination der aktuellen Fahrzeugdaten mit der virtuellen Welt

Das Problem der Übelkeit kennen Beifahrer schließlich auch vom Smartphone oder von Büchern. Starrt man während der Autofahrt zu lange auf einen Bildschirm oder ein Buch, werden manche von uns seekrank.

Die Welt flitzt im peripheren Sichtfeld an euch vorbei, gleichzeitig wirken die Fliehkräfte auf den Körper. Diese Abkapselung tut nicht gut.

Holoride hebt diesen Effekt auf, indem es die Umgebung und dessen Auswirkungen integriert. Dabei koppelt das Unternehmen die Fahrzeugdaten mit dem Erlebnis der VR-Brille.

Der Trick besteht darin, in eine virtuelle Welt einzutauchen, ohne den Kontakt zur echten Welt vollständig zu verlieren. Dies hilft dabei, die auftretenden Symptome zu verhindern.

Enge Kooperation mit Audi

Das revolutionäre System wurde vor kurzem auf der MWC Barcelona vorgestellt. Die Mobilfunkmesse präsentierte erstmals jenes System, das in der zweiten Jahreshälfte auf der VR-Brille Vive Flow in Serie gehen und für Autos angeboten wird. Noch steht nicht fest, welche Fahrzeughersteller Holoride integrieren werden, doch das Unternehmen hat bereits eine erste Kooperation mit Audi angekündigt.

Das verwundert nicht, schließlich hält der Autobauer Anteile an Holoride. Deren erste Präsentationen fanden 2019 auf dem e-tron statt. Der Mutterkonzern von Audi hatte schließlich schon vor sechs Jahren angekündigt, Volkswagen verstärkt digital ausrichten zu wollen. Dazu kann die Kooperation mit Holoride zweifellos mit beitragen.

Doch dabei muss es nicht bleiben, denn das Unternehmen hatte in der Vergangenheit auch schon Präsentationen mit Ford abgehalten. Die VR-Brille Vive Flow diente lediglich der Demonstration, dass das System auch in anderen Brillen eingesetzt werden kann.

Im Praxistest zeigte sich, dass Holoride bei seinen Anwendungen tatsächlich auf die jeweilige Umgebung Rücksicht nimmt. Fährt das Auto schneller, nimmt auch die virtuelle Welt in der VR-Brille an Fahrt auf.

Sinngemäß ähnlich reagiert die Anwendung auf das Kurvenfahren. Tester berichten, dass diese Kombination das Spielen im Auto tatsächlich beschwerdefrei macht. Die nötigen Daten werden im Echtbetrieb von einer direkten Schnittstelle zum Auto geliefert.

Dafür benötigt Holoride lediglich Wi-Fi Direct oder Bluetooth. Das haben moderne Autos längst ab Werk mit an Bord. Die Technologie von Holoride ermöglicht es den Autoherstellern, das System unkompliziert umzusetzen.

Das Unternehmen aus München kassiert dafür eine Umsatzbeteiligung. Angesichts des enormen Booms beim Gaming hat die Innovation von Holoride großes Potenzial ein Erfolg zu werden.

 

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