Stilllegung VW Amarok EA189 Diesel


Stilllegung VW Amarok EA 189 


Das Kraftfahrtbundesamt macht ernst, denn es gab mittlerweile erste Stilllegungen von VW Amarok mit EA189 Dieselmotoren.

Da dürften die Besitzer wohl gestaunt haben, eine Stilllegung an sich kommt jedoch nicht von heute auf morgen, das KBA informiert alle betroffenen Autofahrer rechtzeitig.

Wer der Aufforderung zum Software-Update nun mal nicht nachkommt, muss mit einer Stilllegung rechnen, wie beim Amarok EA189.


Stilllegung VW Amarok


Von VW aus gab es für den VW Amarok mit EA189 Dieselmotoren einen Rückruf, alle Besitzer solcher Geländewagen wurden informiert und in die Werkstatt gerufen.

Ein Software-Update sei zwingend erforderlich um entsprechenden Regularien nach zu kommen, nicht jeder Besitzer kommt dieser Aufforderung jedoch nach.

So wurden vor kurzem von verschiedenen Zulassungsbehörden, betroffene Amarok Modelle kurzerhand stillgelegt und die Betriebserlaubnis entzogen.


Was spricht gegen ein Software-Update beim Diesel?


Grundsätzlich fallen für die Besitzer keinerlei Kosten beim Software-Update des Diesels an, lediglich den Ausfall und die Nichtnutzung des Fahrzeugs muss man verschmerzen, je nach Händler gibt es hier sicherlich auch Kulanzlösungen bzgl. Ersatzwagen.

Der ADAC sieht beispielsweise die grundsätzliche Durchführung von Updates bei Dieselmodellen kritisch, es sei nicht ausgeschlossen, dass Motoren im Nachhinein davon Schaden nehmen könnten.

Da fragt man sich natürlich, wer dann auf diesen Kosten sitzen bleibt, aktuell wohl der Verbraucher. Klare Regelungen und Pflichten seitens der Autoindustrie sollten also gelten. Nicht umsonst gab es bereits diverse Klagewellen wie über die Plattform „MyRight“.

Die Stilllegung VW Amarok könnte also verärgerte Verbraucher ermutigen, aktiv zu werden und das eigene Recht einzufordern und notfalls einzuklagen.

Eine Schlammschlacht ist demnach nicht nur zwischen Autohersteller und Verbraucher, sondern im Falle einer Stilllegung auch zwischen Verbraucher und Behörde möglich.

Aufgrund der Zweifel des ADAC, kann ich persönlich verstehen, wenn sich betroffene Besitzer von Amarok EA189 Dieselfahrzeugen zögerlich verhalten.


Weitere Abgas-News


Fahrzeuge und Umwelt stehen unmittelbar und mittelbar in einem engen Verhältnis.

So sind neben Umweltzonen, dem neuen Fahrzyklus WLTP auch andere Pflichten und Anforderungen gestellt.

  • ab 1.1.2018 wird die Abgasmessung am Endrohr Pflicht

Mit der Pflicht zur Endrohrabgasmessung bei der Abgasuntersuchung, werden demnach zukünftig alle Fahrzeuge genauer unter die Lupe genommen.

Das Verkehrsministerium erhofft sich dadurch eine bessere Kontrolle, von problemhaften Fahrzeugen, welche die Grenzwerte überschreiten oder Auffälligkeiten zeigen, bisher war dies nur in Ausnahmefällen der Fall.

Nachteile für den Autobesitzer bei der Endrohmessung: erhöhte Kosten bei der Abgasuntersuchung, wie hoch der Aufpreis ist, wird sich noch zeigen.


NOX Grenzwerte und Umweltzonen


Die EU und deren Vertreter machen weiterhin ernst und nehmen Deutschland in die Pflicht.

Diverse Städte in Deutschland haben die Grenzwerte von NOX ( Stickoxiden ) überschritten, nun drohen saftige Strafen und Klageverfahren.

Auch in London wird Umweltsündern der Gar ausgemacht, die sogenannte „Low Emission Zone“ schützt den innerstädtischen Verkehr in London.

Besonders Reisende und Ausländer sollten sich hier mit den Regeln dieser „Zone“ auseinandersetzen um teure Bussgelder zu vermeiden.


Fazit Stilllegung VW Amarok

Die Stilllegung mancher VW Amarok Diesel könnte wegweisend sein und die Probleme leider nicht kleiner machen.

Nach wie vor ist es so, dass die Autoindustrie sich mit klaren Versprechen und Zusagen schwer tut und zumeist nur noch Kulanzlösungen gesprochen wird.

Die Europäische Kommission macht weiterhin Druck, wenn es um die Thematik „Umwelt“ geht, auch für die Autobauer wird der Druck größer.

Die Regierung, darunter das Verkehrsministerium und deren ausführende Kräfte das KBA und die Zulassungsstellen, gehen mit ihren Forderungen direkt an die Verbraucher weiter.

Grenzwerte, Umweltzonen, Verordnungen und Verbote, nur um einige Eingriffe von Politik zu nennen, werden immer mehr im Alltag Einzug halten.

Mal sehen, wer die Suppe am Ende auslöffeln muss, wahrscheinlich wird Verbraucher.

Autor im Autoblog: Janus Schulz

 

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