Änderungen 2021 für Autofahrer

Änderungen 2021 für Autofahrer im Überblick


Für das Jahr 2021 stehen einige Änderungen für Autofahrer an, hier bekommt ihr einen Überblick welche Änderungen in Kraft treten und wie man sich darauf vorbereiten könnte.

Die neuen Gesetze für 2021 beinhalten bereits bekannte aber auch einige Neuerungen, die man sich genauer anschauen sollte. Dazu gehören unter anderem die Kfz-Steuer und dessen Erhöhung in Verbindung mit dem Klimapaket.

Weitere Änderungen 2021 für Autofahrer lest ihr im Verlauf.


Kfz-Steuer


Mit der Anpassung der Kfz-Steuer aufgrund des Klimapaketes, werden insbesondere Anreize geschaffen, um den Absatz von verbrauchsarmen PKW zu fördern.

Ab einem Kohlendioxid-Ausstoß von 96 Gramm greifen bereits die neuen Richtlinien, ab 116 Gramm pro Kilometer muss man mit einer Anhebung der Steuer rechnen.

Die Anhebung der Kfz Steuer erfolgt dabei in Stufen, wichtig ist dabei zu beachten, die neuen Änderungen gelten nur für neue Fahrzeuge, bereits zugelassene Fahrzeuge bleiben davon unberührt.

Es könnte sich also lohnen, bei Bedarf noch im Jahr 2020 nach einem neuen Fahrzeug Ausschau zu halten. Im Schnitt wird die Kfz-Steuer um etwa 16 Euro steigen.


CO2-Preise


Ab 2021 wird es CO2-Pakete geben, das bedeutet es wird einen fixen CO2-Preis geben, ab 2021 dann 25,- EUR pro Tonne CO2 und steigend bis 2025 auf 55,- EUR.

Da der Emissionshandel die jeweiligen Unternehmen betrifft, werden diese die Mehrkosten dafür natürlich auf die Verbraucher umlegen. In erster Linie werden also die Preise für Erdgas, Benzin und Öl steigen.

Zwischen 7 und 9 Cent muss man dann mehr bezahlen, sowohl beim Benzin/Diesel als auch beim Kauf von Öl, etwa für den Öltank und die Wintermonate zum heizen.


Pendlerpauschale 2021


Immerhin gibt es bei der Pendlerpauschale 2021 positives zu berichten, sie steigt nämlich ab dem 21. Kilometer bei der Entfernung zum Arbeitsweg. Anstatt 30 Cent, kann man bis zum Jahresende 2026 dann 35 Cent pro KM bei der Steuererklärung ansetzen.

Ab 2024 soll sogar eine weitere Erhöhung von 3 Cent auf dann 38 Cent pro KM gewährt werden, vorteilhaft bleibt, das Mittel mit dem der Arbeitsweg zurückgelegt wurde ist unerheblich, sprich man erhält auch etwa bei Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel eine Erstattung.


Mehrwertsteuer


Auch für Autofahrer bringt die erneute Anpassung der Mehrwertsteuer von 16 wieder zurück auf 19% gewisse Änderungen mit sich.

Fahrzeuge werden somit im Anschaffungspreis wieder teurer, wer also ein neues Fahrzeug oder auch Gebrauchtwagen erwerben möchte, könnte dieses Jahr womöglich noch etwas einsparen.


Umweltbonus


Auch beim Thema „Umweltbonus“ bleibt es erfreulich, denn dieser wird noch bis mindestens Ende 2021 gewährt.

Änderungen 2021 für Autofahrer, das Jahr 2021 im Zeichen der E-Mobilität Bildquelle: Skoda

Änderungen 2021 für Autofahrer, das Jahr 2021 im Zeichen der E-Mobilität

Somit lässt sich beim Einstieg in die Elektromobilität bis zu 9.000,- EUR einsparen, Anträge erfolgen entsprechend bei der BAFA, die Liste der förderfähigen Fahrzeuge findet ihr hier.

Wichtig und zu beachten: Der Antrag für den Umweltbonus darf erst nach Kauf und Zulassung des Fahrzeugs erfolgen, ansonsten würde es zu einer Ablehnung kommen.

Übersicht Höhe Umweltbonus Quelle: bmwi.de

Übersicht für Elektrofahrzeuge unter einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro:

Bundesanteil Herstelleranteil Kaufprämie
BEV 6.000 Euro (= +3.000 Euro / +100 Prozent) 3.000 Euro 9.000 Euro (bisher 6.000)
PHEV 4.500 Euro (= +2.250 Euro / +100 Prozent) 2.250 Euro 6.750 Euro (bisher 4.500)

Übersicht für Elektrofahrzeuge über einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro:

Bundesanteil Herstelleranteil Kaufprämie
BEV 5.000 Euro (= +2.500 Euro / +100 Prozent) 2.500 Euro 7.500 Euro (bisher 5.000)
PHEV 3.750 Euro (= +1.875 Euro / +100 Prozent) 1.875 Euro 5.625 Euro (bisher 3.750)

Änderung der Typ-Klassen


Für die meisten Fahrzeughalter ändert sich zwar nichts, denn etwa 75% der Fahrzeuge bleiben in der gleichen Typklasse, dennoch gibt es Verlierer und Gewinner bei den Typklassen.

Die Typklassen wirken sich auf die Beiträge in der Kfz-Versicherung aus und so kommt es für knapp 5 Millionen Autofahrer zu einer Ersparnis aufgrund der neuen Typklassen, für über 6,1 Millionen Autofahrer wird es jedoch teurer und sie werden in einer höheren Klasse eingestuft.

Was Typklassen sind und wie sie sich zusammensetzen, erfahrt ihr auf dieser Seite.


Realverbrauch Pflicht


Der Fahrzyklus WLTP ist einigen bereits bekannt, aber dem Jahr 2021 wird es für die Autohersteller auch Pflicht, die Realverbräuche der Fahrzeuge anzugeben.

Damit kann der Verbraucher deutlich besser einschätzen, ob es sich um ein sparsameres Fahrzeug oder doch eher um einen Spritfresser handelt.

Zwischen den Herstellerangaben und dem Realverbrauch im Alltag wird es also zukünftig nicht mehr so gravierende Abweichungen mehr geben.


DAB+ Pflicht / Autobahn Zuständigkeit


Für Neuwagen wird ab 2021 DAB+ Pflicht und damit darf man sich über hochwertigen Radioempfang im Neuwagen freuen. Nach einem EU-Beschluss tritt diese Pflicht bereits ab dem 21.12.2020 in Kraft.

Die Autobahn Zuständigkeit wird nicht wie bisher Sache der Bundesländer sein, sondern von der Autobahn GmbH, welche bereits 2018 nur für diesen Zweck gegründet wurde übernommen.


Praktische Führerscheinprüfung


Ab Januar 2021 wird bundesweit die sogenannte „Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung“ (OPFEP) gelten. Dadurch soll das Unfallrisiko von Fahranfängern weiterhin reduziert werden.

Die gesamte Prüfungsdauer wird dann etwa 10 Minuten mehr betragen, davon werden 5 Minuten für den Praktischen Teil aufgewendet und die anderen 5 Minuten sollen als Feedback Gespräch durch den Prüfer an den Prüfling erfolgen.

Weiterhin wird es vom Prüfer, ob die Prüfung bestanden wurde oder nicht, ein schriftliches Feedback nach der Prüfung geben.


Fazit: Änderungen 2021 für Autofahrer

Insgesamt betrachtet fallen die Änderungen etwas moderater aus, als es noch im Jahre 2020 der Fall war.

Manche Dinge sind leider nachteilig ausgelegt, so etwa die erhöhte Kfz-Steuer für Fahrzeuge die nicht mehr sonderlich sparsam unterwegs sind, der Trend ist hier klar zu erkennen, Elektromobilität soll deutlich gestärkt werden.

Auch die CO2-Preise sind am Ende für den Verbraucher ein Schuss ins Bein, denn durch das neue Klimapaket wird Energie einfach teurer, vor allem eben Benzin und auch Heizöl.

Entgegenwirken soll etwa die Erhöhung der Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer auf 35 Cent und Anreize zum Kauf eines Elektroautos wie etwa der Umweltbonus.

Grundsätzlich sollten sich Autofahrer im neuen Jahr aber nicht auf besondere Vorteile freuen können, nach Corona ist die Inflation in vollem Gange und dies wirkt sich bekanntlich in allen Bereichen aus.

Autor im Blog: Janus Schulz
Bildquelle: Skoda

 

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