Vom Onlineangebot bis zur Zulassung

Vom Onlineangebot bis zur Zulassung: So gelingt der schnelle Fahrzeugwechsel

Die Zeiten, in denen man sich für ein neues Fahrzeug durch zahlreiche Prospekte kämpfen oder jeden einzelnen Gebrauchtwagenhändler in der Region separat besuchen musste, sind seit der zunehmenden Kommerzialisierung des Internets vorbei.

Digitale Anlaufstellen und Prozesse gestalten den Weg zum neuen Auto heute weitaus effizienter und zeitsparender, wobei auch die dadurch hinzugewonnene Transparenz nicht zu unterschätzen ist.

Das passende Fahrzeug online finden und Angebote vergleichen

Nicht wenige Deutsche haben bereits ein neues Fahrzeug im Internet gefunden. Bei einer Studie eines Porsche-Tochterunternehmens gaben zuletzt mehr als 22 % der Befragten an, dass sie bereits mindestens ein Auto im Internet gefunden und dort auch direkt gekauft haben. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2020, als die Studie im ähnlichen Format stattfand, entsprach das einem Zuwachs von rund 144 %.

Möglich wurde dies auch durch digitale Fahrzeugbörsen und Online-Leasingportale. Sie ermöglichen es Verbrauchern, auch ohne umfassendes Vorwissen einen ganzheitlichen und transparenten Überblick über den Markt zu erhalten – inklusive der verfügbaren Modelle, typischer Preise und variierender Ausstattungen.

Damit bei all der Auswahl der Überblick nicht verloren geht, haben diese Online-Portale selbstverständlich Filterfunktionen. Ähnlich wie bei beispielsweise Hotelbuchungen können Verbraucher so mit wenigen Mausklicks die Auswahl gezielt einschränken – das spart Zeit und hilft beim späteren Vergleich der jeweiligen Angebote.

Die Entscheidung selbst können die digitalen Portale freilich nicht abnehmen, diese liegt weiterhin in der Hand der Verbraucher und künftigen Fahrzeughalter. Selbige sollten dafür nicht nur allein auf den Fahrzeugpreis achten, sondern auch die laufenden Kosten berücksichtigen. Beides ist dann der Ausstattung und den Fahrzeugmerkmalen gegenüberzustellen, um so das Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln.

An die Verfügbarkeit ist ebenfalls zu denken, denn auch das beste Angebot bringt in der Praxis nur wenig, wenn das Fahrzeug gar nicht oder zumindest nicht schnell genug geliefert beziehungsweise abgeholt werden kann.

Verfügbarkeit und kurze Lieferzeiten gezielt berücksichtigen

Sofern die Zeit eilt, empfiehlt es sich bei den entsprechenden Filtermöglichkeiten der digitalen Plattformen zugleich die Lieferzeiten manuell vorab festzulegen. Das erlauben heutzutage die meisten Plattformen.

Mit Möglichkeiten wie „sofort verfügbar“, „auf Lager“ oder „Lieferung in 2/4 Wochen“ wird das zur Verfügung stehende Angebot entsprechend vorselektiert. So bleiben Verbrauchern, die aufgrund von auslaufenden Leasingverträgen oder beispielsweise einem aktuell defekten Fahrzeug sofortigen Ersatz benötigen, leidige Enttäuschungen direkt erspart.

Bei Neuwagen zeigt sich im Hinblick auf die Lieferzeit ein geteiltes Bild. Lagerfahrzeuge können natürlich direkt ausgeliefert werden, das ist auch im Interesse des Händlers, der damit Platz für neue Fahrzeuge schafft. Selbiges gilt für bereits produzierte, aber noch nicht lagernde Modelle.

Die zu erwartenden Lieferzeiten sind dann meist nur unwesentlich länger. Anders sieht es aus, aus offensichtlichem Grund, bei individuell konfigurierten Neuwagen aus. Hier müssen sich Verbraucher damit begnügen, dass sie zunächst am hinteren Ende der Produktionslinie enden – hinter allen anderen, die ihr eigenes Fahrzeug ebenfalls schon konfigurierten und auf die Auslieferung warten. Speziell wenn die Zeit drückt, ist also zu überlegen, ob die Sitze tatsächlich individuelle Farben oder manuell ausgewählte Nähte haben müssen.

Online Zulassung eines KFZ - so einfach geht der Fahrzeugwechsel

Online Zulassung eines KFZ – so einfach geht der Fahrzeugwechsel

Bevor man sich auf längere Lieferzeiten einlässt, könnte eine deutlich einfachere Lösung in der Nutzung von Leasing-Angeboten bestehen. Sofort verfügbare Leasing-Angebote auf mobile.de bieten Verbrauchern die Möglichkeit, ganz gezielt nach kurzfristig verfügbaren Fahrzeugen zu suchen. Das Prinzip dahinter ist so einfach wie effizient: Händler und Leasinggesellschaften bestellen zumeist beliebte Modelle in Standard-Ausstattungen und -Farben sowie in großer Stückzahl, daher können diese nach Auftragseingang auch direkt zum neuen Fahrzeughalter gebracht werden.

Praktisch ist das auch dann, wenn zum Beispiel der bestehende Leasingvertrag ausläuft und man auf diese Weise für einen nahtlosen Übergang zum neuen Fahrzeug sorgen möchte. Die Auslieferung lässt sich für gewöhnlich exakt terminieren, ein Aufpreis wird dafür im Regelfall nicht erhoben.

Eine individuelle Prüfung des Fahrzeugs sollte aber selbst bei besonders attraktiven Angeboten noch vorgenommen werden. Jeder Kauf und speziell der eines Fahrzeugs sollte gut überlegt sein. Ein Fehlkauf eines kleinen Haushaltsartikels lässt sich noch leicht verschmerzen, bei einem Fahrzeug ist das hingegen anders.

Zu prüfen sind neben dem Übergabetermin weitere Konditionen, zum Beispiel die enthaltene jährliche Kilometerleistung und die Ausstattung. Vor allem Punkte wie fehlende Ganzjahresreifen, das Navigationssystem und natürlich die Laufzeit, beispielsweise für 24, 36 oder 48 Monate, sind zu berücksichtigen.

Von der Fahrzeugwahl bis zur Zulassung Zeit sparen

Bei der Auswahl des Fahrzeugs hört die Digitalisierung natürlich nicht auf. Die Anfrage findet im digitalen Raum statt, Vertragsunterlagen werden unmittelbar auf der Plattform oder beispielsweise via E-Mail bereitgestellt. Auch weitere Einzelheiten und Kleinigkeiten lassen sich so bequem erledigen. Sofern ein Leasingvertrag abgeschlossen oder eine Finanzierung gewünscht ist, dauert die dafür erforderliche Bonitätsprüfung heutzutage normalerweise nicht mehr länger als einige wenige Minuten.

An die auf den Kauf folgenden bürokratischen Vorgänge ist ebenfalls zu denken. Mit der eVB-Nummer weisen Fahrzeughalter nach, dass sie eine Versicherung für das Fahrzeug abgeschlossen haben – die ist notwendig, um im Gegenzug die Zulassung zu erhalten.

Natürlich lassen sich die verfügbaren Versicherungen auch direkt online vergleichen und abschließen. Dafür erforderliche persönliche Dokumente sollte man sich am besten am Schreibtisch oder neben dem Laptop zurechtlegen. Das sind allen voran ein gültiges Ausweisdokument und die Bankverbindung, von der später die Kfz-Steuer eingezogen wird.

Fahrzeuge lassen sich in Deutschland zudem bereits seit dem 1. September 2023 online an-, ab- oder ummelden. Das ist übrigens sogar deutlich günstiger, als die Zulassung am Schalter vorzunehmen. Trotzdem wird es dem aktuellen Stand nach noch nicht häufig genutzt.

Lediglich etwa 11 % aller Zulassungsvorgänge werden online beziehungsweise digital abgewickelt – die allermeisten Deutschen gehen trotz der deutlich höheren Kosten und des höheren Zeitaufwands also doch lieber an den regionalen Schalter. Dabei bieten viele Leasinganbieter dahingehend sogar Unterstützung an.

Wer zwangsläufig zum Schalter möchte oder muss, sollte frühzeitig einen Termin vereinbaren. Die Auslastung der Zulassungsstellen schwankt zwischen einzelnen Regionen und Kommunen enorm. Wartezeiten von mehreren Wochen sind aber keine Ausnahme, sondern eher die Regel. All das gehört aber erledigt, damit der Fahrzeugübergabe und ersten richtigen Fahrt nichts mehr im Weg steht.

Fahrzeugwahl und -kauf werden digitaler

Eine niederschwellige Online-Recherche mit hoher Transparenz und vielen Vergleichsmöglichkeiten, die Filterung nach Verfügbarkeit und unterschiedliche Kaufmodelle: Durch die Digitalisierung lässt sich ein Fahrzeugwechsel heute prinzipiell vollständig online abwickeln.

Alternativ können aber auch nur einige Schritte, wie die Fahrzeugwahl und der Angebotsvergleich, im digitalen Raum stattfinden. An die administrativen Schritte, ebenfalls meist digital möglich, ist weiterhin zu denken – aber selbst die sind heute zeitsparender und sogar günstiger als in der Vergangenheit.