Škoda Peaq: Das elektrische Raumwunder

Škoda Peaq: Das elektrische Raumwunder, das Familien neu denken lässt

Elektromobilität war lange eine Frage des Kompromisses: Entweder viel Reichweite oder viel Platz, entweder sportliche Leistung oder familienfreundlicher Komfort. Mit dem neuen Škoda Peaq möchte die tschechische Marke diese Gegensätze verbinden.

Das vollelektrische SUV-Flaggschiff bietet bis zu sieben Sitzplätze, eine Reichweite von mehr als 640 Kilometern und jede Menge Alltagstauglichkeit. Gleichzeitig soll der Peaq mit einem Einstiegspreis von 49.900 Euro auch für Käufer interessant sein, die ein großes Elektroauto suchen, ohne in die Luxusklasse wechseln zu wollen.

Groß, modern und selbstbewusst

Schon äußerlich macht der Škoda Peaq deutlich, dass er eine neue Rolle in der Modellfamilie übernimmt. Mit einer Länge von 4,87 Metern ist er das größte SUV der Marke und mehr als 20 Zentimeter länger als der Škoda Enyaq. Der Radstand von knapp drei Metern schafft viel Platz im Innenraum und ermöglicht eine besonders großzügige Raumaufteilung. Standardmäßig ist der Peaq als Fünfsitzer konzipiert; optional steht eine dritte Sitzreihe zur Verfügung, sodass bis zu sieben Personen Platz finden.

Optisch folgt der Peaq der modernen „Modern Solid“-Designsprache von Škoda. Klare Linien, eine kraftvolle Front und die markante T-förmige Lichtsignatur an Front und Heck verleihen dem SUV einen eigenständigen Charakter. Versenkbare Türgriffe verbessern die Aerodynamik und unterstreichen den modernen Auftritt. Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei 0,249 – ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, bei einem großen und schweren Elektrofahrzeug möglichst effizient unterwegs zu sein.

Eine Besonderheit ist das große Panoramadach mit „Dynamic Shade Control“. Je nach Bedarf lässt sich die Lichtdurchlässigkeit anpassen. So kann der Innenraum hell und offen wirken oder vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden. Der Peaq ist das erste Škoda-Modell mit einem solchen Panoramadach.

Platz für Menschen und Gepäck

Der Name Škoda steht traditionell für praktische Lösungen – und genau hier spielt der Peaq seine Größe aus. In der Fünfsitzer-Konfiguration stehen bis zu 935 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Damit eignet sich das Elektro-SUV nicht nur für den Großeinkauf, sondern auch für Urlaubsreisen mit mehreren Koffern, Kinderwagen und Sportausrüstung. Zusätzlich gibt es unter der Fronthaube einen 37 Liter großen „Frunk“, der beispielsweise Ladekabel oder kleinere Gepäckstücke aufnehmen kann.

Die optionale dritte Sitzreihe macht den Peaq besonders flexibel. Familien können bei Bedarf zwei zusätzliche Personen mitnehmen, während die Rücksitze je nach Situation verschoben oder umgeklappt werden können. Praktische Details wie Ablagefächer, Cargoelemente, ein Regenschirm in der Tür, ein Eiskratzer aus recyceltem Kunststoff und eine elektrische Heckklappe zeigen, dass Škoda den Alltag seiner Kunden genau kennt.

Auch der Innenraum soll mehr sein als ein gewöhnlicher Fahrgastraum. Mit dem optionalen Relax-Paket verwandelt sich der Peaq in eine Art Lounge auf Rädern. Belüftete und massierende Vordersitze, ausfahrbare Beinauflagen, ein hochwertiges Sonos-Soundsystem und zusätzliche Komfortfunktionen sollen lange Reisen angenehmer machen. Für Familien, Pendler und Geschäftsreisende kann das ein entscheidender Vorteil sein.

Drei elektrische Antriebe

Zum Marktstart ist der Škoda Peaq in drei Antriebsvarianten erhältlich: als Peaq 60, Peaq 90 und Peaq 90x. Die Bezeichnungen geben dabei grob Aufschluss über die jeweilige Batteriegröße und Positionierung innerhalb des Angebots.

| Variante | Batterie brutto | Leistung | Antrieb | WLTP-Reichweite | Preis ab |
|—|—:|—:|—|—:|—:|
| Škoda Peaq 60 | 63 kWh | 150 kW / 204 PS | Heckantrieb | 389–456 km | 49.900 € |
| Škoda Peaq 90 | 91 kWh | 210 kW / 286 PS | Heckantrieb | 553–642 km | 57.900 € |
| Škoda Peaq 90x | 91 kWh | 220 kW / 299 PS | Allradantrieb | 526–609 km | 60.400 € |

Die genannten Preise beziehen sich auf die Ausstattungslinie Selection und verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Die Sportline-Versionen starten je nach Motorisierung bei 54.800 Euro für den Peaq 60, 62.800 Euro für den Peaq 90 und 65.300 Euro für den Peaq 90x.

Der Peaq 60 bildet den Einstieg in die Baureihe. Sein Elektromotor treibt die Hinterräder an und leistet 150 kW beziehungsweise 204 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 350 Nm. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt das Modell rund 8,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Mit der 63-kWh-Batterie sind je nach Ausstattung und Bedingungen bis zu 456 Kilometer nach WLTP möglich.

Wer regelmäßig lange Strecken fährt, dürfte sich für den Peaq 90 interessieren. Er kombiniert einen 91 kWh großen Akku mit einem 210 kW starken Heckmotor. Das entspricht 286 PS und einem maximalen Drehmoment von 545 Nm. Der Sprint auf Tempo 100 dauert lediglich 7,1 Sekunden. Gleichzeitig steigt die Reichweite auf bis zu 642 Kilometer nach WLTP. Damit wird der Peaq 90 zum echten Langstrecken-SUV.

An der Spitze steht der Peaq 90x. Sein Allradantrieb nutzt zwei Elektromotoren und bringt eine Systemleistung von 220 kW beziehungsweise 299 PS auf die Straße. Der zusätzliche Frontmotor verbessert die Traktion, was sich auf nassen Straßen, bei Schnee oder beim Ziehen eines Anhängers bemerkbar machen kann. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in 6,7 Sekunden. Die Reichweite liegt aufgrund des höheren Gewichts und des zweiten Motors bei bis zu 609 Kilometern.

Der neue Škoda Peaq Bildquelle: Skoda

Der neue Škoda Peaq Bildquelle: Skoda

Laden und Energie im Alltag

Für ein Fahrzeug dieser Größe ist nicht nur die Reichweite entscheidend, sondern auch die Ladegeschwindigkeit. Die große 91-kWh-Batterie lässt sich per Gleichstrom-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 28 Minuten laden. Beim Peaq 60 dauert dieser Vorgang rund 27 Minuten. Damit kann eine längere Ladepause auf der Autobahn ausreichen, um die Fahrt für mehrere hundert Kilometer fortzusetzen.

Der Peaq unterstützt außerdem bidirektionales Laden. Damit kann die Batterie nicht nur Energie aufnehmen, sondern Strom bei entsprechender Infrastruktur auch wieder abgeben. Denkbar ist beispielsweise die Versorgung elektrischer Geräte beim Camping oder perspektivisch die Nutzung des Fahrzeugs als Energiespeicher im Haushalt. Eine Wärmepumpe soll dabei helfen, den Energieverbrauch für die Innenraumklimatisierung zu reduzieren.

Der kombinierte Stromverbrauch liegt je nach Variante und Ausstattung zwischen 14,9 und 18,5 kWh pro 100 Kilometer. Die offiziellen CO₂-Emissionen betragen 0 Gramm pro Kilometer. In der Praxis hängen Reichweite und Verbrauch jedoch stark von Außentemperatur, Fahrweise, Geschwindigkeit, Zuladung und der Nutzung von Heizung oder Klimaanlage ab.

Digitale Technik und Sicherheit

Im Cockpit setzt Škoda auf ein 13,6 Zoll großes, vertikal angeordnetes Infotainmentdisplay. Ergänzt wird es durch ein 10,25 Zoll großes Digital Cockpit. Optional ist ein Augmented-Reality-Head-up-Display erhältlich, das Navigationshinweise und wichtige Informationen direkt in das Blickfeld des Fahrers projiziert. Smartphone-Integration über Android Auto und Apple CarPlay sowie kabelloses Laden für zwei Telefone gehören ebenfalls zum Konzept.

Auch bei den Assistenzsystemen möchte der Peaq den Anspruch eines Flaggschiffs erfüllen. Serienmäßig sind unter anderem Front Assist, Spurhalteassistent, Side Assist, Kreuzungsassistent, Ausweichassistent und ein proaktiver Insassenschutz an Bord. Optional können Travel Assist 3.0, eine 360-Grad-Umgebungskamera, ein intelligenter Parkassistent und ferngesteuertes Parken hinzukommen. Zehn Airbags, darunter ein Center-Airbag und hintere Seitenairbags, sollen den Schutz der Insassen erhöhen.

Für wen eignet sich der Škoda Peaq?

Der Peaq richtet sich vor allem an Menschen, die viel Platz benötigen, aber auf einen elektrischen Antrieb umsteigen möchten. Seine wichtigsten Zielgruppen sind:

  • Familien mit mehreren Kindern und hohem Platzbedarf.
  • Vielfahrer, die eine große Reichweite und schnelles Laden benötigen.
  • Geschäftsleute, die Komfort und ein repräsentatives Fahrzeug suchen.
  • Outdoor-Fans, die Fahrräder, Gepäck oder Sportausrüstung transportieren.
  • Flottenkunden und Unternehmen, die ein großes Elektro-SUV für Mitarbeiter oder Kundentermine suchen.
  • Käufer, die eine Alternative zu großen elektrischen SUV-Modellen suchen.

Besonders interessant ist, dass Škoda nicht ausschließlich auf Luxus setzt. Der Peaq bietet zwar moderne Technik, viel Komfort und starke Motoren, bleibt aber dem Markengedanken „Simply Clever“ treu. Genau diese Mischung könnte ihn für Kunden attraktiv machen, denen Premium-SUVs zu teuer oder zu extravagant sind.

Fazit: Ein Škoda mit großer Verantwortung

Der neue Škoda Peaq ist mehr als nur ein weiteres Elektroauto. Er markiert den Einstieg der Marke in das Segment der großen elektrischen SUVs und verbindet beeindruckende Abmessungen mit einer familienfreundlichen Innenraumgestaltung. Bis zu sieben Sitze, bis zu 935 Liter Kofferraumvolumen, Reichweiten von bis zu 642 Kilometern und Preise ab 49.900 Euro machen ihn zu einem der spannendsten neuen Elektrofahrzeuge seiner Klasse.

Seine größte Stärke liegt jedoch nicht allein in den Zahlen. Der Peaq möchte zeigen, dass Elektromobilität nicht Verzicht bedeuten muss. Er bietet Raum für die Familie, Komfort für lange Reisen, Leistung für spontane Überholmanöver und ausreichend Reichweite für den nächsten Urlaub. Damit könnte der Škoda Peaq genau das Elektro-SUV werden, auf das viele Familien gewartet haben: groß genug für das Leben – und modern genug für die Zukunft.

Bildquelle: Skoda