Elektroauto Reichweite erhöhen

Elektroauto Reichweite erhöhen etwa im Winter


Die Zulassungszahlen von Elektroautos sind steigend, bisher bekannte Probleme wie etwa der Energieverlust im Winter bei der intensiven Heiznutzung im Fahrzeug aber weiterhin allgegenwärtig. Wie sieht es zum Beispiel mit der Elektroauto Reichweite im Winter aus?

Obwohl die Batterietechnik sich weiterentwickelt und ein Startup namens XNRGI etwa eine neue Akku-Technologie auf den Markt bringen möchte, welche die bisherigen Lithium-Ionen-Akkus leistungsfähiger machen soll, sind die Gedankenspiele bei Inhabern von Elektroautos durchaus gerechtfertigt.

Daher stellt sich auch die Frage, wie man die Elektroauto Reichweite erhöhen kann zwangsläufig, besonders im Winter wird ein E-Auto besonders stark belastet und die Energie wird schnell verbraucht.

Wie können E-Auto Akkus leistungsfähiger gemacht werden um zum Beispiel im Winter den Leistungsverlust im E-Auto zu senken? Auf diese Fragen möchte ich Euch ein paar Antworten geben.


Batterietechnik und Reichweiten


Derzeit wird die Akkutechnologie immer wieder voran getrieben und weiterentwickelt, hochmoderne Lithium-Ionen-Akkus sind heute beispielsweise wesentlich effektiver als noch vor einigen Jahren.

Dennoch bleiben alte Probleme bestehen, wer im Winter in seinem E-Auto etwa Lenkradheizung, Sitzheizung und normale Heizanlage oder Klimaanlage laufen lässt, kann zusehen, wie schnell seine Ladekapazität des Akkus an Prozent und Leistung verliert und damit geht auch die Reichweite rapide in den Keller.

Elektroauto Reichweite erhöhen 5 Tipps und Tricks unter anderem für den Winter

Elektroauto Reichweite erhöhen 5 Tipps und Tricks unter anderem für den Winter

Gerade im Winter verlangsamt sich die chemische Reaktion der Akkuzellen, der Ladevorgang des Akkus steigt bei anhaltender Kälte im übrigen ebenfalls.

Die bisher verbauten Akkus in Elektrofahrzeugen schaffen 300/400 KM manche wie Tesla vielleicht 500 KM, alle diese Werte sind natürlich nur maximal Angaben und so kann man gerade im Winter mit dem E-Auto ein blaues Wunder erleben.

Natürlich könnte man den Fahrmodus anpassen und Verbraucher einstellen, aber wollen wir wirklich alle auf den Landstraßen und Autobahnen mit 90 km/h schleichen? Wohl kaum, zumal sich dadurch der Verkehr nicht verringern würde.

Rechenbeispiel Elektroauto Nutzung Heizung im Winter:

Lag der Verbrauch des E-Autos bei 15 kWh auf 100 KM und verbraucht das Heizsystem davon 5 kWh, ist das auf 200 KM eine Senkung von 30% der Reichweite, also gleich 60 KM weniger.

Je nach Heizart und Leistung können diese Werte auch noch steigen und die Reichweite zusätzlich strumpfen lassen.


Tipp 1: Lenkradheizung/Sitzheizung anstatt Heizgebläse


Manche aktuelle E-Autos verfügen über spezielle Eco-Modi, welche das Fahrzeug im Winter auf optimale Effizienz trimmen.

Wer so einen Eco-Modus hat, sollte ihn auch nutzen, dabei spart das Fahrzeug nämlich wertvolle Energie und die Verteilung ist besser. Eine gute Idee ist es nach Möglichkeit die klassische Heizung für den Innenraum zu reduzieren oder gar auszuschalten, wenn möglich.

Als gute Alternative ist die Sitzheizung und auch Lenkradheizung, wer diese beiden Varianten wählt, kann nicht nur Energie sparen, auch die Reichweite des E-Autos wird nicht unnötig reduziert.

Sitzheizung und Lenkradheizung im Elektroauto arbeiten effektiv und bieten fast den gleichen Komfort wie die klassische Heizung und im dicken Mantel muss man im Innenraum trotzdem nicht sitzen.

Grundsätzlich sollte man aber auch hier nur nach Bedarf heizen und ggf. die Verbraucher abstellen, denn sie verbrauchen trotzdem dauernd Energie.


Tipp 2: Fahrstil und Fahrmodus anpassen


Konstante und vorausschauende Fahrweise ist nicht nur bei den bisherigen Verbrennern wie Ottomotoren ein wichtiger Punkt beim Spritverbrauch, auch bei Elektroautos kommt es auf diese Punkte an um Energie einzusparen.

Niemand sollte auf den Straßen „schleichen“ und auf der Autobahn auch nicht unbedingt mit 90 den Verkehr selbst auf der rechten Fahrspur behindern, dennoch wirken sich niedrigere Geschwindigkeiten auf die Reichweite aus, eine konstante Fahrweise etwa mit 120 und Tempomat Nutzung kann die Reichweite erhöhen, als dies bei Vollgas und etwa ständigem Tempo von z.B. 160 der Fall wäre.

Wer es nicht eilig hat, kann hier wunderbar die optionalen Fahrmodi im Fahrzeug nutzen und damit die Reichweite beim Elektroauto vergrößern.

Auch ein abruptes Beschleunigen kann die Akkus im E-Auto langfristig beeinflussen und zwar negativ, hier sollte man das Maß der Dinge finden, mit dem man sich als Fahrer arrangieren kann.

Eine Maßnahme um die Reichweite von Vornherein zu steigern sind sogenannte „Range Extender“ bei einem Range Extender wird bei Bedarf ein Aggregat zugeschaltet, welches Brennstoff Benzin oder Diesel verbrennt und durch einen Generator in elektrische Energie umgewandelt wird, leider ist die CO2-Bilanz dann nicht mehr so sauber.

Vorteile von Range Extender:

  • mehr Reichweite
  • Ladezeiten verringern sich
  • mehr Unabhängigkeit von Ladesäulen, da die Reichweite steigt
  • Heizung kann durch Abwärme des Verbrennermotors genutzt werden

Im Winter und Hochsommer kann ein Range Extender damit sehr sinnvoll sein, hier muss man sich die Klimabilanz und die Mehrkosten bei der Anschaffung jedoch genauer anschauen.

Durch die Verwendung von fossilen Brennstoffen ist ein Nachteil leider auch die schlechtere CO2-Bilanz und auch der verbaute Range Extender bringt Gewicht fürs Fahrzeug mit sich, wodurch natürlich zwangsläufig auch der Verbrauch wieder ansteigt.


Tipp 3: Navi richtig einstellen und nutzen


Dieser Tipp klingt zwar banal, wer jedoch sein Navi falsch einstellt, fährt zum einen Umwege und zum anderen nicht die effizientesten Wege.

Durch Stau und stockenden Verkehr lassen sich Bremsvorgänge und Beschleunigungen leider kaum vermeiden, gerade diese belasten die Akkus in Elektroautos ungemein.

Um eine bestmögliche Reichweite beim Elektroauto zu erzielen, ist es sinnvoll sich Strecken auszusuchen, die fortlaufend sind, dazu bieten sich natürlich Autobahnen und Landstraßen an, da hier die Geschwindigkeiten zumeist gleichbleibend sind.

Neben dem vorausschauenden Fahren ist damit auch ein zu häufiges Bremsen und Beschleunigen zu vermeiden, denn hier schlummert Einsparpotential für die Reichweite.

Genau sollte man nach Möglichkeit extreme Steigungen meiden, denn auch hier muss zunehmend beschleunigt und mehr Energie aufgebracht werden, konstante Geschwindigkeiten sind für Elektroautos das Optimum.

Wer sich für den richtigen Verkehrsverlauf entscheidet und diese Tipps befolgt, kann am Ende seine Reichweite zwischen 5 und 15 Prozent steigern.


Tipp 4: Reifen und Reifendruck


Natürlich gelten für Elektroautos auch meine Reifentipps aus diesem Artikel, denn gerade hier lassen sich auch das ein oder andere Prozent an Mehrreichweite erzielen.

Reifen erzeugen auf der Fahrbahn eine gewisse Reibung, mal mehr, mal weniger, deshalb ist gerade der Rollwiderstand ein wichtiger Punkt beim Reifen.

Gute Hersteller wie etwa Conti bieten dazu spezielle Reifen an, die einen niedrigen Rollwiderstand aufweisen, aktuelle Reifentests sollten hier endgültig für Klarheit sorgen.

Wer mit zu niedrigem oder zu hohem Reifendruck unterwegs ist, kann den Energieverbrauch beim Stromer ebenfalls beeinflussen, also sollte man auch hier den nötigen Reifendruck ermitteln und rechtzeitig anpassen.

Wer etwa Vollbeladen in den Urlaub möchte, sollte einen anderen Reifendruck verwenden, als wenn man nur eine kurze Spritztour in die City plant.


Tipp 5: der Ladetrick, aber Vorsicht!


Man kennt es aus den bisherigen Verbrennern beim Tankvorgang bereits, man tankt z.B. Benzin und plötzlich wird der Tankvorgang unterbrochen und die Zapfpistole meldet „voll“ es ertönt ein Klacken, manchmal lassen sich jedoch noch weitere Tropfen/Liter nachtanken indem man weiterhin betankt.

Ähnlich ist dies bei Elektroautos auch, hier meldet die Anzeige im Cockpit einen erreichten Höchststand als Angabe in % dabei muss man einfach nur ein paar Minuten warten und das E-Auto dann erneut laden. Durch die Wiederaufnahme der Spannung werden zusätzliche Kilowatt „getankt“ und damit im Endeffekt auch mehr Reichweite beim Akku erzielt.

Diesen Trick sollte man jedoch nur in Notfällen anwenden, denn es ist bis heute nicht abschließend geklärt, ob diese Art des „Überladens“ sich negativ auf die Akkuzellen auswirken kann oder eben nicht.


Fazit Elektroauto Reichweite erhöhen

Besonders bei extremen Witterungsbedingungen „Hochsommer oder Winter“ sollte man sich bei der Verwendung des Elektroautos Gedanken machen.

Die hier aufgeführten Tipps und Tricks helfen euch aktuell in jedem Fall um das ein oder andere Prozent aus eurem Stromer heraus zu holen, denn nicht immer lässt sich ein Ladevorgang auf die Schnelle durchführen und die Abhängigkeit nach Strom-Tankstellen ist manchen ohnehin ein Dorn im Auge.

Wer völlig auf die CO2-Bilanz fixiert ist, für den kommt wohl nur ein Stromer in Frage, der auch durch Ökostrom betankt wird. Die Alternative als Hybrid Variante oder als Zusatz mit Range Extender greift auf fossile Brennstoffe zurück und deshalb ist die Klimabilanz in diesen beiden Fällen dann auch schlechter.

Jeder kann mit den richtigen Kniffen die Elektroauto Reichweite erhöhen ohne sich dabei in Unkosten zu stürzen, besonders die angepasste Fahrweise und ein stückweiter Verzicht auf Komfort können die Reichweite des E-Autos vergrößern.

Auch der Tipp mit dem Navi lässt sich schnell umsetzen, es hängt jedoch auch davon ab, ob man etwa in einen Stau geraten ist oder nicht, auch hier kommt es auf das richtige Verhalten im Stau an. Wer etwa im Gebirge beispielsweise Nähe der Alpen wohnt, darf sich grundsätzlich auf einen Mehrverbrauch und geringere Reichweiten einstellen.

Die bisherige Akkutechnik ist zwar schon ausgereift, allerdings noch längst nicht zu 100% effektiv und effizient, neuere Akkugenerationen werden hier womöglich demnächst auf den Markt kommen, welche dann vielleicht Reichweiten von über 1.000 KM erreichen können und damit alltägliche Probleme bei Seite schieben werden.

Die Frage wie man beim Elektroauto Reichweite erhöhen kann wird dann vielleicht etwas in den Hintergrund geraten, dennoch sollte man hier auch die Strompreise in kWh im Blick behalten, denn in den letzten Jahren wurden die Preise hier bereits ordentlich angezogen.

Autor im Autoblog: Janus Schulz

 

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