BMW: Mobilität mit Zukunft?

Der Autobauer aus München möchte eine Vorreiterrolle einnehmen und beim Thema „Mobilität der Zukunft“ ganz Vorne mitmischen. Nach einem weiteren Rekordjahr ( 92 Milliarden Umsatz, über 2 Mio. verkaufte Autos ) sieht sich BMW bestens gerüstet und möchte mit neuen Konzepten und neuer Technologie durchstarten.

Der Trend „Elektroautos“ war bisher eher eine Modeerscheinung, viel zu träge ist der Ausbau an „Stromtankstellen“, viel zu gering das Angebot an Fahrzeugen und auch die Preise sind derzeit noch wesentlich höher angesiedelt, als es bei einem herkömmlichen Auto der Fall ist.

Die Bundesregierung reagiert dementsprechend und hat eine Förderung für den Kauf von Elektroautos auf den Weg gebracht, sicher ist aber auf jeden Fall, dass diese immensen Kosten nicht nur vom Bund alleine getragen werden können und werden. Alle Autobauer müssen dazu mit ins Boot geholt werden, die Bereitschaft dem Endverbraucher passende Produkte mit annehmbaren Preisen muss vorhanden sein.

BMW als Vorreiter ?

Laut BMW Vorstand sei man flexibel genug auf die Bewegungen und Anforderung im Automarkt zeitnah zu reagieren, dazu gehören natürlich auch Elektroautos.

Die Nachfrage an Elektroautos sollte in den nächsten Jahren zunehmen und genau daran wird BMW sich ebenfalls beteiligen.

Seitens BMW konnte man bereits auf dem Autosalon Genf miterleben, wie stark der Konzern sich auf „Elektromobilität“ einstimmt, der BMW i3 und BMW i8 sind da ein paar der Beispiele. Die bisherigen Versäumnisse wie die geringe Anzahl an Elektrotankstellen oder die allgemeinen Kapazitäten der Autobatterien, welche sich nur über eine begrenzte Reichweite fortbewegen sind nur zwei Problemfaktoren.

Ankündigungen

BMW hat mit einem weiteren Modell des i3 für das zweite Halbjahr 2016 eine entsprechende Ankündigung gemacht, die hoffen lässt. Der „neue“ i3 soll demnach eine deutlich höhere Reichweite besitzen als sein Vorgänger, die höhere Reichweite wird es gegen einen Aufpreis geben.

Auch eine Ankündigung war bisher, dass sehr bald alle BMW und MINI Modelle mit Plugin-Hybrid angeboten werden sollen, die übliche Abkürzung hierfür ist PHEV.

Mit einem Plugin-Hybrid hat man den entscheidenden Vorteil, dass die „Stromladung“ mittels Adapter auch mit herkömmlichen Stromquellen aufgeladen werden kann. Bei einem älteren Modell vom Toyota Prius ist die Rückgewinnung zum Beispiel nur während der Fahrt und mit laufendem Motor möglich.

Stolz sind die Münchener jedenfalls auf den neuen 7er BMW, welcher mit einem Verbrauch von 2,1 Litern auf 100 KM quasi zum Autofahren einlädt, des weiteren soll es möglich sein, ca. 40 KM rein elektrisch fahren zu können, ist im Stadtverkehr mit Sicherheit praktikabel.

Ich persönlich hatte damals mit meinem Prius 2 noch die Probleme, dass der Elektromotor die Leistung nicht dauerhaft halten konnte und somit immer wieder der „Benziner“ eingeschaltet wurde, diese Probleme gibt es heute nicht mehr, die Autobauer haben dazu gelernt. Der neue Toyota Prius ( 3. Generation ) ist ebenfalls mit Plugin Hybrid Technik und hat wesentlich stärkere Akkumulatoren als die vorherigen Generationen.

Aussichten

Laut Vorstand Schwarzenbauer ist man sich der Thematik bewusst und wird alle Möglichkeiten ausschöpfen um eine Vorreiterrolle einzunehmen. Als Ausblick gelten definitiv Brennstoffzellen- und Wasserstoffautos, an denen BMW ebenfalls bereits kräftig arbeitet, aus aktueller Sicht kann man damit aber erst gegen 2025 rechnen.

Derzeit liegt das Hauptaugenmerk beim BMW i Next, hierbei soll es sich um ein Auto handeln, welches autonom ist, sich mit allen Bereichen vernetzen lässt und über einen intelligenten Leichtbau verfügt, zudem soll das Interieur „zukunftsträchtig“ sein.

Angst und Bange muss den „Bleifüßen“ jedoch nicht werden, es wird auch weiterhin PS-starke Motoren und Modelle aus München geben, auch wenn sie dann Energie effizienter funktionieren werden.

 

FAZIT

Die Zukunftsaussichten sind visionär, aber natürlich traue ich es BMW zu bei diesem Thema eine entscheidende Rolle zu spielen.

MADE IN GERMANY war schon immer gut und ob Audi, Mercedes, BMW oder Volkswagen, alle können gute Autos bauen und jedem dieser deutschen Autobauer traue ich zu für die Zukunft ein optimales Konzept zu erarbeiten und uns Verbrauchern passende Autos zu liefern.

Mit passend meine ich insbesondere so, dass wir uns wenig Gedanken über die mögliche Reichweite machen müssen oder das wir keinen Fachmann brauchen um solch ein Auto selbständig bedienen zu können. Es gibt viele Punkte auf die man eingehen muss und deshalb ist auch die Meinung bei Umfragen wichtig, damit die Unternehmen die Kundensignale auch werten und bewerten können.

Besonders interessant finde ich die Thematik mit Elektroautos, dessen „Förderung“ und die Versprechen von Prämien und Boni, man darf gespannt sein wie die Bundesregierung gemeinsam mit den Autobauern eine Lösung findet und welche Vorteile für den Endverbraucher rausspringen.

Autor: Janus Schulz


UPDATE:

Soeben hat die Bundesregierung eine Kaufprämie beschlossen, es gibt nun eine offizielle Einigung mit den Autoherstellern. Der Bund hat damit ein Paket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro geschnürt, die Kosten teilen sich die Bundesregierung und die Autohersteller jeweils zu 50%.

Bei neuen Elektromodellen bis zu einem Listenwert von 60000 EUR sind nun folgende Prämien beschlossen:

  • 4000 EUR Kaufprämie für reine Elektroautos
  • 3000 EUR Kaufprämie für Hybridfahrzeuge wie z.B. den Prius

Auch der Ausbau von Ladestationen wird mit 300 Millionen Euro gefördert.

Bund und Autohersteller machen nun also richtig ernst in Sachen „Elektromobilität„.


 

3 thoughts on “BMW: Mobilität mit Zukunft?”

  1. Als Zweitwagen halte ich Elektroautos für super. Allerdings sind die meisten heute noch zu teuer. Da kann ich im vergleich zu einem regulären Auto von der differenz viel Benzin kaufen. Die Förderungen und die Preise der Elektroautos müssen so werden, das es im vergleich nachher gleich viel kostet. Dann werden auch mehr Elektroautos gekauft!

  2. Eine Prämie wir bisher versprochen schauen wir mal wieviel davon wirklich beim Kunden ankommt und nicht doch irgendwo versteckte Kosten auf uns zu kommen.

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